Schaaf lobt Ersatzmann Prödl

Fritz hofft auf Wunderheilung

Clemens Fritz ist ziemlich genervt, dass ihm das Nordderby wegen einer Verletzung wohl entgehen wird.

Werder-Bremen - BILBAO/BREMEN (kni) · Thomas Schaaf holte tief Luft und seufzte: „Irgendwie ist es immer das gleiche. Verletzt sich einer, dann folgt gleich noch ein zweiter oder dritter, der auf dieser Position spielt.

Neulich gingen uns die Stürmer aus, jetzt trifft es unsere Abwehr.“ In Bilbao musste der Werder-Coach ohne gelernte Außenverteidiger auskommen. Nach der Verletzung von Sebastian Boenisch (Knieoperation) im Schalke-Spiel meldete sich auch Clemens Fritz nach dem Abschlusstraining im Baskenland ab. Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel lautet die Diagnose, Einsatz am Sonntag in Hamburg äußerst unwahrscheinlich.

So musste Schaaf improvisieren und Innenverteidiger Sebastian Prödl auf die rechte Außenbahn schicken. Mit Erfolg. „Er hat seine Sache gut gemacht“, urteilte Schaaf. Und Prödls Aufgabe gegen den erst 16-jährigen und nur 1,67 Meter großen Iker Muniain sei „nicht einfach gewesen, aber Sebastian hat ihn fast immer rechtzeitig gestellt“. Prödl war mit seiner Leistung gegen den Publikumsliebling ebenfalls zufrieden: „Ich habe gleich gemerkt, dass er ein besonderer Spieler für die Fans ist. Sie haben ja sofort gepfiffen, als ich ihn attackiert habe. Aber das hat mich noch mehr motiviert.“

Auf der linken Seite ersetzte Petri Pasanen den verletzten Boenisch. Das hat der gelernte Innenverteidiger schon häufiger gemacht. Auch seine Leistung war in Ordnung. Doch Zweifel bleiben, ob eine Abwehr mit vier Innenverteidigern auch in Hamburg bestehen kann. Naldo macht sich da keine Sorgen: „Das hat doch mit uns da hinten in Bilbao gut geklappt, also können wir das auch gegen den HSV schaffen.“

Andererseits: Dauerbrenner Fritz, der in der Hinserie bis auf einige Minuten gegen Mainz immer auf dem Platz stand, würde Werders Qualität sicher steigern. Und insgeheim hofft er noch auf eine Wunderheilung: „Wir werden alles versuchen, denn es ist einfach zum Kotzen, dass mir das ausgerechnet vor dem Nordderby passiert ist.“ Direkt nach der Ankunft in Bremen ließ sich Fritz gestern behandeln. Mut macht ihm, dass es wohl nur ein kleiner Muskelfaserriss ist: „Aber ich will auch nicht riskieren, dass ich plötzlich mehrere Wochen ausfalle, dafür ist die Winterpause einfach zu kurz.“

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