Unglückliche Stelle gezerrt

Fritz geschockt! Kapitän fehlt sechs Wochen

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Der Kapitän Clemens Fritz fällt aus.

Bremen - Bislang hat das Verletzungspech einen großen Bogen um die Leistungsträger beim SV Werder Bremen gemacht, doch nun hat es voll zugeschlagen – und das ausgerechnet beim Kapitän. Clemens Fritz wird dem Bundesligisten nach Angaben von Trainer Thomas Schaaf fünf bis sechs Wochen fehlen. Der 31-Jährige hat sich den Sehnenansatz an den Adduktoren gezerrt.

Das klingt eigentlich gar nicht so dramatisch, doch Fritz erklärt: „Der Doktor hat mich darauf hingewiesen, dass es nicht die beste Stelle ist, an der man eine Zerrung haben sollte. Wenn eine Sehne betroffen ist, dauert es länger.“

Passiert war‘s im Training am Dienstag. „Ich habe einen langen Ball gespielt, da habe ich schon etwas gespürt. Danach konnte ich nicht mehr richtig sprinten. Deswegen habe ich auch aufgehört. Aber ich dachte, es wäre nur etwas Muskuläres“, berichtete Fritz. Umgehend konsultierte er Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski, der zunächst einen Beckenschiefstand behob, dann aber auch noch ein MRT-Bild anfertigen ließ. Die Diagnose bekam Fritz dann gestern Morgen präsentiert: „Ich war schon überrascht, als ich das gehört habe. Damit hatte ich nicht gerechnet. Den Schock muss ich erst einmal verdauen.“

Kurzes Training vorm Testspiel in Heiligenfelde

Kurzes Training vorm Testspiel in Heiligenfelde

Thomas Schaaf auch. „In der Art und Weise wie Clemens bislang aufgetreten ist, wiegt der Ausfall natürlich schwer“, sagte der Trainer über den Mann, den er in dieser Saison erst als „Sechser“ aufgeboten hatte und dann abwechselnd auf beiden Außenpositionen verteidigen ließ. Allerdings mit durchwachsenen Leistungen, zuletzt in Augsburg verteidigte Fritz ganz schlecht. Lukas Schmitz auf der anderen Seite ebenso. Trotzdem besitzt er nun genauso wie Theodor Gebre Selassie, der in Augsburg zunächst nur auf der Bank gesessen hatte, die besten Karten auf einen Platz in der Startformation. Schaaf brachte aber auch Florian Hartherz, Cimo Röcker und Aleksandar Ignjovski ins Spiel. Das klingt nach reichlich Alternativen, doch der Heilsbringer ist nicht darunter. Der Fritz-Ausfall macht die Abwehrprobleme auf den Außen jedenfalls noch größer.

Klaus Allofs weiß das und geht auch noch einen Schritt weiter. „Er ist unser Kapitän, das sagt ja schon alles. Dass man einen erfahrenen Spieler wie ihn nicht gerne ersetzt, ist doch klar“, sagte der Sportchef, merkte aber zugleich an: „Deswegen fange ich jetzt nicht das Jammern an. Um das aufzufangen, haben wir einen großen Kader.“

Und zum Abschluss des Trainingstages machte dann auch noch Fritz Mut: „Ich halte nichts von den Prognosen, dass es so oder so lange dauert. Ich bin optimistisch, dass es schneller geht. Warten wir erst einmal ein paar Tage ab, wie es sich entwickelt und wann ich mit dem Laufen wieder anfangen kann.“ · kni/csa

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