Frings zurück zu Werder – aber nur in der U 19

Torsten Frings muss sich bei Werder mit der U 19 begnügen. ·

Bremen - Die nahe Zukunft von Torsten Frings ist geklärt – und dabei gibt’s eine dicke Überraschung! Der Ex-Kapitän hält sich bis zu seiner Rückreise nach Kanada im Januar zwar bei Werder fit, allerdings nicht bei den Profis, sondern nur bei der U 19.

Eigentlich hatte der 34-Jährige geplant, mit seinen ehemaligen Teamkollegen zu trainieren. Doch da spielt Werder nicht mit, der einstige Leitwolf darf nicht zurück zum Rudel, das längst neue Hierarchien hat. Außerdem passen gelegentliche Gast-Auftritte nicht zum knallharten Konkurrenzkampf einer Profi-Mannschaft.

Nach einem Gespräch mit Sportchef Klaus Allofs hat Frings die U 19-Lösung akzeptiert. „Das ist eine neue Erfahrung für mich – und es ist okay“, meinte Frings gestern und ergänzte: „Ich wollte ohnehin nicht jeden Tag trainieren – und bei den Profis hätte ich das machen müssen.“

Allofs hatte die Übereinkunft zuvor verkündet und dabei ziemlich erleichtert gewirkt. „Nach seiner Rückkehr ist viel spekuliert worden – wie es weitergeht, wo er trainieren soll. Es gab aber keinen Zoff zwischen Frings und Werder. Ich denke, wir haben jetzt die allerbeste Lösung gefunden“, meinte der 54-Jährige: „Für Torsten ist es sozusagen ein Praktikum, ein Reinschnuppern, ein Vorgriff auf seine spätere Tätigkeit nach der Zeit beim FC Toronto.“ Frings, der nach seiner Karriere einen Anschlussvertrag bei Werder als Trainer-Azubi bekommt, wird demnach nicht nur „von Zeit zu Zeit“ (Allofs) bei den A-Junioren mittrainieren, er wird Coach Mirko Votava auch bei dessen (Trainings-)Arbeit unterstützen – und das bereits heute Abend.

Torsten Frings

„Das ist für Torsten und für unsere Talente eine perfekte Lösung. Unsere Jungs können sich bei ihm Vieles abschauen, und Torsten bekommt eine sehr gute Möglichkeit, in den Beruf reinzuschnuppern“, sagte Votava, und der Ex-Profi fügte noch an: „Wir sprechen die gemeinsamen Trainingszeiten individuell ab. Er wird sicher nicht an jeder Übungseinheit teilnehmen und auch nicht bei unseren Spielen auf der Bank sitzen. Er wird eine beobachtende Rolle einnehmen.“.

Morgen wird Frings dagegen eine Hauptrolle spielen: Der Ex-Kapitän wird im ausverkauften Weserstadion offiziell als Spieler verabschiedet. „Kurz vor dem Anpfiff des Köln-Spiels auf dem Rasen, mit der Mannschaft im Hintergrund“, sagte Allofs: „Es wird nichts Außergewöhnliches sein, sondern so, wie in der Vergangenheit.“ Das heißt: Frings bekommt eine Uhr, Blumen und eine Collage geschenkt. · mr/kni

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