Bargfrede oder Jensen – einen trifft’s / Schaaf hat vor Wolfsburg-Spiel im Mittelfeld die Qual der Wahl

Frings zurück – wer muss raus?

Konkurrenzkampf um einen Platz in der Bremer Startelf: Daniel Jensen (li.) und Philipp Bargfrede.

Bremen - Von Arne Flügge · Er rannte, wühlte, dribbelte – Torsten Frings war gestern Morgen im Training ganz in seinem Element. Nach dreieinhalb Wochen Verletzungspause wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel ist der Werder-Kapitän wieder richtig fit.

„Ich habe gut trainiert und fühle mich gut“, sagte der 33-Jährige gestern. Die Rückkehr von Frings stellt seinen Trainer Thomas Schaaf allerdings vor ein Problem. Wer muss im Mittelfeld weichen? Frings, Mesut Özil und Aaron Hunt sind für das Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg gesetzt – der letzte freie Platz in der Raute wird also zwischen Philipp Bargfrede (20) und Daniel Jensen (30) ermittelt.

Schaaf hat also die Qual der Wahl – und es dürfte keine einfache Entscheidung werden. Setzt der Coach gegen den Meister auf die jugendliche Unbekümmertheit eines Bargfrede oder vertraut der 48-Jährige dem erfahrenen Jensen?

Beide haben zuletzt in Freiburg überzeugt. Bargfrede hatte als Frings-Vertreter vor der Abwehr stark gespielt. Sollte er den Vorzug erhalten, würde er gegen Wolfsburg aber auf der rechten Halbposition spielen. „Da“, so räumt der Youngster ein, „war ich mit mir zuletzt nicht ganz zufrieden. Die Rolle als Sechser liegt mir mehr. Allerdings habe ich schon bewiesen, dass ich auch rechts im Mittelfeld spielen kann.“

Dort kam Daniel Jensen gegen Freiburg zum Einsatz. Und bei seinem Startelf-Comeback nach monatelanger Verletzungspause (Achillessehnen-OP) trumpfte der Däne mit großem Spielverständnis auf, gepaart mit exzellenter Technik und viel Laufarbeit. „Das Spiel tat mir sehr gut“, sagt Jensen, „der Fuß hat keine Reaktion gezeigt. Ich bin glücklich, dass es für mich so gut lief.“

Lob erhält Jensen von Klaus Allofs. „Wir haben nie infrage gestellt, dass Daniel gut Fußball spielen kann. Wir sind froh, dass er so zurückgekommen ist.“

Aber es war eben nur ein Spiel über 90 Minuten nach der langen Verletzungspause. Zwangläufig muss der Mittelfeldspieler noch einiges aufholen. Bargfrede hingegen hat sich seit Saisonbeginn zum Stammspieler gemausert, dürfte deswegen vermutlich auch in der Partie gegen Wolfsburg in der Gunst des Trainers etwas höher eingestuft sein. Zumal auch Allofs den 20-Jährigen nach dem Spiel in Freiburg für seine „bemerkenswerte Abgeklärtheit, seinen Aktionsradius und Zweikampfstärke“ adelte.

Wie auch immer sich Schaaf entscheiden wird – sein Kapitän ist froh, qualitativ gleichwertige Alternativen zu haben. „Es hat mich gefreut, dass die Mannschaft in Freiburg trotz der Ausfälle von vielen Spielern eine so starke Leistung gezeigt hat“, sagt Torsten Frings. Für denjenigen, der am Samstag auf die Bank muss, ist das aber sicher nur ein schwacher Trost . . .

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