„Ich kann mir nicht vorstellen, im Büro zu sitzen“

Frings will Trainer werden

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Torsten Frings hat sich jetzt sogar im vereinseigenen „Werder-Magazin“ über sein Karriereende geäußert. „Ich habe mit Klaus Allofs und Thomas Schaaf darüber gesprochen, dass es in meinen Gedanken vorkommt, im Sommer aufzuhören.

Mir war wichtig, sie frühzeitig zu informieren“, sagte der Bremer Kapitän. Frings, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, weiter: „Je älter man wird, desto intensiver beschäftigt man sich damit, was nach dem Fußball kommt. Mein Vertrag läuft aus. Ich werde im Herbst 35.“

Bereits vor zwei Wochen hatte der ehemalige Nationalspieler exklusiv gegenüber dieser Zeitung seinen Ausstieg aus dem Profi-Fußball bestätigt („Ich habe lange überlegt. Es reicht – ich möchte nicht mehr“), was aber von Vereinsseite dementiert worden war.

Jetzt geht der Club wesentlich offensiver mit der Personalie um. Und Frings hat auch schon konkrete Pläne, wie es weitergehen soll. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Frank Baumann, der 2009 Assistent der Geschäftsführung wurde, „kann ich

▪ Ratschlag von

▪ Frank Baumann

mir nicht vorstellen, im Büro zu sitzen, sondern brauche täglich die frische Luft“, meinte Frings. Daher wolle er gern als Trainer seine Erfahrungen weitergeben. „Und ich könnte wohl nirgendwo besser lernen als von den Trainern hier bei Werder. Ich möchte gern in Bremen bleiben und habe das Gefühl, dass der Verein daran auch Interesse hat.“

Werder-Boss Klaus Allofs hat bereits mehrfach erklärt, „einen so verdienten Spieler wie Torsten“ nach dessen Karriereende weiter in den Verein einbinden zu wollen. Intensive Gespräche darüber, in welcher Funktion „Lutscher“ in Bremen arbeiten kann, wurden aber angesichts der sportlichen Misere zunächst einmal hinten angestellt.

Frings hat sich bei seiner Entscheidung, aufhören zu wollen, auch Rat von seinem Vorgänger Frank Baumann geholt, der die Fußballstiefel mit 33 Jahren an den Nagel gehängt hatte. „Klar habe ich auch zu ihm mal gesagt: Ich glaube, ich höre im Sommer auf. Und dann hat mir Frank gesagt, was er davon hält, wie er meine Situation sieht und was ihn damals zu seiner Entscheidung bewogen hat“, meinte Frings.

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