„So wie es jetzt aussieht, ist das nicht möglich“ / Zeichen stehen auf Abschied

Frings will spielen – aber bei Werder geht das nicht mehr

Torsten Frings

Bremen - Sein Tor zum 1:3-Zwischenstand im Saisonfinale beim 1. FC Kaiserslautern (2:3) war vermutlich das letzte von Torsten Frings im Trikot von Werder Bremen. Die Zeichen stehen auf Abschied.

In der vergangenen Woche hat es ein Gespräch zwischen Sportchef Klaus Allofs und dem 34-Jährigen gegeben, in dem erörtert wurde, wie und ob es mit dem Kapitän, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, weitergehen soll. Über die genauen Inhalte wollten beide Parteien am Wochenende nicht sprechen. „In der nächsten Woche wird es eine Entscheidung geben“, sagte Allofs: „Es ist Torstens Entscheidung. Wir äußern uns zu dem Thema wie verabredet nicht.“

Torsten Frings

Torsten Frings

Frings dagegen schon: Gegenüber „Liga total“ ließ er in Kaiserslautern durchblicken, dass er mit den Vorstellungen des Clubs nicht einverstanden ist. „Ich habe auf jeden Fall noch Bock, Fußball zu spielen. Ich würde das gern bei Werder Bremen machen. Aber so, wie es jetzt aussieht, ist das nicht möglich“, erklärte der Bremer Kapitän und schloss ein Engagement bei einem anderen Verein nicht aus: „Ich werde mal gucken, was machbar ist. Wenn da nichts dabei ist, was mir zusagt, dann werde ich meinen Trainerschein machen und hoffentlich irgendwann ein guter Trainer werden.“

Aber warum gibt’s keine Einigung? Eigentlich schien eine Vertragsverlängerung nur Formsache für den Fall, dass Frings den vor Monaten angekündigten Rücktritt wieder ad acta legt. Genau das hat er gemacht. Trotzdem hakt’s – und das könnten die Gründe sein:

Möglicherweise hat Werder dem Mittelfeldstar ein finanziell so abgespecktes Angebot unterbreitet, das Frings – als einer der Topverdiener – nicht akzeptiert. Für viele Fans die wahrscheinlichste Variante, in Internet-Foren wird der Ex-Nationalspieler bereits als Abzocker beschimpft, der den Hals nicht voll genug bekommt.

Was aber, wenn es Frings gar nicht ums Geld geht? Möglichkeit zwei: Die Bremer entziehen ihrem Spieler quasi die Stammplatzgarantie der vergangenen Jahre, doch dafür ist sich Frings zu schade.

Bliebe noch Variante drei: Werder hat Frings mitgeteilt, den Vertrag aus finanziellen und/oder sportlichen Gründen nicht verlängern zu wollen und ihm stattdessen einen Job als Trainer-Lehrling im Club angeboten. Klingt überraschend, doch Frings’ Aussagen deuten durchaus darauf hin.

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