Frings wartet – Pasanen und Jensen auf dem Sprung

Noch im Schwebezustand: Torsten Frings

Werder-Bremen - BELEK (flü) · Wer geglaubt hat, die Vertragverlängerung von Torsten Frings geht als Selbstläufer über die Bühne, der sieht sich getäuscht. Denn noch immer ist nicht klar, ob der Werder-Kapitän noch ein Jahr dranhängen oder doch im Sommer seine Karriere beenden willt.

Und es ist auch noch nicht klar, ob Werder den am 30. Juni auslaufenden Vertrag mit dem 34-Jährigen tatsächlich verlängern möchte oder den Umbruch, der sich derzeit in der Bremer Mannschaft andeutet, ohne den Routinier vollzieht.

Feststehen soll nach Informationen dieser Zeitung aber bereits, dass die ebenfalls im Sommer auslaufenden Verträge mit Petri Pasanen (30) und Daniel Jensen (31) nicht verlängert werden. Gut möglich also, das beide bei einer entsprechenden Anfrage den Club noch im Winter verlassen dürfen.

Das für die Tage in Belek angekündigte Gespräch zwischen Frings und Sportchef Klaus Allofs hat noch nicht stattgefunden, wie Frings gestern bestätigte: „Wir haben noch nicht darüber gesprochen.“ Erst heute soll dies der Fall sein – und anschließend dürfte zumindest eine Tendenz vorliegen, wie es zwischen Werder und seinem Kapitän weitergeht. „Ich habe da keinen Druck“, sagte der Mittelfeldspieler, „und der Verein hat ihn auch nicht.“

Die Frage ist einerseits, ob Frings einem neuen Vertrag über ein Jahr mit deutlich reduzierten Bezügen zustimmt und danach einen Posten im Club übernimmt, oder ob er sich zurückzieht. So genau weiß „Lutscher“ das wohl selbst nicht. Und andererseits bleibt abzuwarten, ob Trainer Thomas Schaaf noch mit Frings plant. „Er hat mir heute ,Guten Morgen‘ gesagt, also hat er zumindest für diesen Tag mit mir geplant“, schmunzelte Frings, der das Thema gern verdrängen würde. „Wir sind in einer schwierigen Situation. Einzelschicksale müssen zurückgestellt werden. Das gilt auch für mich“, erklärte der Kapitän, der einen Wechsel zu einem anderen Bundesligaclub oder in die USA generell ausschloss.

Mit Blick auf die Rückrunde sieht Frings mannschaftliche Fortschritte: „Jeder zieht mit und pusht den anderen.“ Nun, angesichts des Abstiegskampfes wäre alles andere auch überraschend. Frings: „Wer es jetzt noch nicht verstanden hat, der hat hier nichts mehr zu suchen. Den wollen wir nicht mehr haben!“

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