Frings verschießt bei Werders Nullnummer erneut

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Frings verschoss den Elfer, Werder verpasste den Sieg.

Werder Bremen kommt langsam aus der Krise. Zum zweiten Mal spielten die Bremer zu null. Den Sieg verpassten sie aber, weil Torsten Frings einen Elfmeter verschoss.

Die Frage nach dem verschossenen Elfmeter hörte Torsten Frings natürlich nicht so gerne. „Ich habe 20 Mal verwandelt, nun habe ich den zweiten Elfmeter verschossen“, sagte Werder Bremens Kapitän nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg: „Das ist sehr schade.“ VfL-Keeper Diego Benaglio parierte den Strafstoß in der 74. Minute, lenkte den Ball an die Latte. Dass es für Werder dennoch zu einem Punktgewinn reichte, lag vor allem an VfL-Stürmer Edin Dzeko, der drei Minuten später seinen Freischuss aus elf Metern über das Bremer Tor setzte. „Es gibt keine Regel, dass ich schieße. Jeder kann sich den Ball nehmen, wenn er sich gut fühlt“, sagte Frings. „Aber wenn kein anderer Spieler will, werde ich natürlich wieder die Verantwortung übernehmen.“

Kein Sieger bei der Begegnung Werder-Wolfsburg

VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen

Anders als bei den Wolfsburgern, bei denen Diego sich mit Dzeko um den Elfmeter stritt, ist die Hierarchie bei den Bremern klar. Für Werder war der Auswärtszähler ohnehin eher ein Punktgewinn als für den VfL, auch wenn Aaron Hunt in letzter Minute den Sieg bei der größten Chance nach dem Strafstoß knapp verpasste. Für Trainer Thomas Schaaf besonders wichtig: Werder blieb zum zweiten Mal ohne Gegentor. Die defensivere Grundausrichtung, das kontrollierte Abwehrverhalten zahlte sich gegen die Wolfsburger aus. „Man kann uns nur vorwerfen, dass wir nicht den Treffer erzielt haben“, sagte Frings und verdeutlichte den Unterschied zu den Vorwochen: „In Krisenzeiten wurden wir von Stuttgart oder Schalke abgeschlachtet.“

Mehr Eindrücke vom Spiel

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg

Es war einer dieser kleinen Schritte, die Schaaf seit ein paar Wochen predigt - mehr nicht. „Leider ist der große Schritt nicht gelungen, aber ich glaube, dass der Weg nach vorne geht“, sagte der Coach. „Das sind die Big Points, die uns fehlen“, erklärte Per Mertesacker:„Und deshalb stecken wir im Mittelfeld fest.“ Am Nationalspieler lässt sich aber auch der Unterschied zu den vergangenen Wochen festmachen. Der Innenverteidiger, der seit Saisonbeginn ohne seinen etablierten Defensiv-Partner Naldo auskommen muss, zeigte in Wolfsburg eine deutliche Leistungssteigerung und war einer der besten Bremer.

Stark agierte auch Clemens Fritz im Mittelfeld. Schaaf beorderte den Rechtsverteidiger wie gegen St. Pauli als zweiten „Sechser“ neben Frings, während der Amateurspieler Dominik Schmidt dessen Position übernahm. Und Fritz gelang eine überzeugende Partie, er nahm seinem ehemaligen Mitspieler Diego mit fairen Mitteln die Lust am Zaubern. Der ehemalige Bremer war nach auffälligem Beginn eine Enttäuschung und blieb zum Glück für Werder weit von seiner Bremer Form entfernt.

Und da auch Dzeko schwach spielte und drei Minuten nach Frings mit einem Elfmeter scheiterte, blieb es bei der wenig unterhaltsamen, aber gerechten Nullnummer. „Auf der einen Seite bin ich zufrieden damit, dass wir wieder kein Gegentor kassiert haben“, kommentierte Werder-Clubchef Klaus Allofs. „Andererseits bin ich aber auch etwas enttäuscht, dass wir unsere guten Gelegenheiten nicht genutzt haben.“ Das Remis war allerdings das passende Ergebnis eines mittelmäßigen Fußballspiels.

dpa

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