Unersetzlicher Frings: Warten auf Verlängerung

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Torsten Frings eckt oft an - ist für Werder derzeit aber unersetzlich

Bremen - Kapitän Frings eckt oft an, gilt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen aber als unersetzlich. Der bald 34 Jährige soll seinen auslaufenden Vertrag in Kürze noch einmal verlängern. Nach dem Karriereende könnte er dann ins Management bei Werder wechseln.

Die Vertragsverlängerung ist noch nicht in trockenen Tüchern, gilt aber nur noch als Frage der Zeit. Mit bald 34 Jahren soll für Torsten Frings bei Werder Bremen noch lange nicht Schluss sein. „Ich will noch ein oder zwei Jahre Fußball spielen“, sagte Frings jüngst und verkündete: „Werder ist mein erster Ansprechpartner.“ Der Kapitän will beim Fußball-Bundesligisten seine Karriere beenden und könnte danach sogar ins Management wechseln. Noch ist er aber auf dem Feld unverzichtbar.

„Es kann sein, dass wir es machen wie bei Frank Baumann. Das könnte Bestandteil der Verhandlungen sein“, stellte Werder-Chef Klaus Allofs in Aussicht. Der langjährige Kapitän Baumann arbeitet seit Beginn des Jahres als Assistent der Werder-Geschäftsführung.

Der Vertrag von Frings läuft am 30. Juni 2011 aus. Spätestens in der Winterpause wird mit der Verlängerung um mindestens ein Jahr gerechnet. Nicht nur Trainer Thomas Schaaf ist sich sicher: „Ich gehe davon aus, dass Torsten auch nächstes Jahr für Werder spielt.“ Einen Wechsel innerhalb der Bundesliga schloss der ehemalige Nationalspieler bereits kategorisch aus. Nur ein Wechsel in die USA wäre für ihn eine Option.

Die Wertschätzung bei Werder für den Routinier ist groß. „Er ist für uns ein ganz, ganz wichtiger Spieler. Er hat die Fitness, um noch ein, zwei Jahre auf diesem Level Fußball zu spielen“, betonte Allofs. Frings absolvierte bislang 379 Bundesligaspiele - für Bremen, Bayern München und Borussia Dortmund.

Für Werder ist Frings als Spieler und Typ unverzichtbar. Als Werder Ende September in der Champions League von Titelverteidiger Inter Mailand auseinandergenommen wurde und beim 0:4 im Stadio Giuseppe Meazza chancenlos war, sehnten viele einen wie Frings herbei, der sich gegen das Debakel stemmt. „Ich bin schon immer vorangegangen“, sagte der 79-fache Nationalspieler über sich in der „Welt am Sonntag“. Auch neben dem Platz staucht er schon mal die Kollegen zusammen, wenn es nicht läuft.

Nach dem 1:4 bei Hannover 96 am 21. September rüttelte Frings sein Team mit einer Wutrede wach. Danach folgten in der Liga drei Siege und ein Unentschieden. Am Samstag fuhr der Kapitän nach dem 2:3 gegen Nürnberg wieder aus der Haut. „Hier wird einfach zu sorglos mit der ganzen Situation umgegangen“, schimpfte Frings.

„Es ist ein schmaler Grat, auf dem man als Kapitän wandert. Man muss so etwas genau abwägen“, sagte der 33-Jährige. Für den erhofften gemeinsamen Erfolg nimmt der Routinier auch Kollegen-Schelte in Kauf. Nach Frings' neuester Wutrede offenbarte Nationalspieler Marko Marin etwa, dass „die Stimmung in der Kabine nicht gut“ sei. „Ich nehme mit der ein oder anderen Aussage zwar in Kauf, mich nicht beliebt zu machen - oder riskiere es, dass einer mal ein, zwei Wochen nicht mit mir redet“, sagte Frings dazu. Clubchef Allofs dürfte aber genau deshalb das Gespräch mit Frings suchen.

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