Kapitän kann Pfiffe nicht verstehen / „Er zerreißt sich für die Mannschaft“

Frings stellt sich vor Borowski

Blockt in dieser Szene den Mainzer Florian Keller: Bremens Mittelfeldspieler Tim Borowski (re.).

Bremen (flü) - Als Tim Borowski gegen Mainz (3:0) in der 80. Minute ausgewechselt wurde, begleiteten den Bremer Mittelfeldspieler Pfiffe von den eigenen Fans.

Das tat weh, obwohl „Boro“ später behauptete, die Unmutsbekundungen der Anhänger gar nicht so extrem wahrgenommen zu haben. Torsten Frings dagegen hatte das genau mitbekommen und war ziemlich sauer. „Ein Unding“, grollte der Bremer Kapitän, stellte sich demonstrativ vor seinen Teamkollegen und warnte davor, jetzt eine Personaldiskussion loszutreten.

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„Boro ist unheimlich wichtig. Er ist meine große Unterstützung in der Defensive, das sehen die Leute nur nicht“, sagte Frings: „Er geht unheimlich weite Wege und verteilt die Bälle. Er zerreißt sich für die Mannschaft.“

Frings ist froh, einen erfahrenen Mann wie Borowski an seiner Seite zu haben. „Wir haben genug Leute, die da vorne rumwirbeln. Wir brauchen daher Spieler wie Boro, die hinten für Sicherheit sorgen.“ Und das ist im Konzept von Trainer Thomas Schaaf die wichtigste Aufgabe von Borowski. Schließlich ist er nicht der Typ Spieler, der gleich reihenweise Leute aussteigen lässt und dann auch noch mit einem Fallrückzieher glänzt. „Ich bin eher der Pass suchende Spieler, der viele Wege geht“, erklärt Borowski. Und dafür ist er sich für keinen Kilometer zu schade. „Ich will damit der Mannschaft helfen“, sagt der Mittelfeldmann. Das, so bedauert „Boro“, werde aber zu selten gesehen. Doch wegen Pfiffen oder schlechten Kritiken wird er jetzt weder sein Spiel umstellen noch seinen taktischen Auftrag vernachlässigen.

Auf der anderen Seite ist Borowski aber auch selbstkritisch genug, um einzugestehen, dass er noch nicht die Sicherheit in seinem Spiel gefunden hat, um neben der Defensivarbeit auch seine Offensivqualitäten auszuschöpfen. „Wenn ich mit meiner Leistung zufrieden wäre, würde ich mich selbst belügen“, sagt er. Vor allem spielerisch könnte es noch besser laufen. „Da ist noch Luft nach oben“, weiß Borowski. Doch daran arbeitet er täglich im Training. „Ich stelle mich der Situation“, erklärt der 29-Jährige – und erhält noch einmal Rückendeckung vom Kapitän: „Wenn Boro im Spiel nach vorn zu seiner Sicherheit findet, wird er noch wertvoller für uns.“

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