Bundestrainer sieht überzeugenden Bremer / Allofs sauer

Frings’ Signale an Löw

Applaus: Torsten Frings bot gestern eine starke Leistung.

Werder-Bremen - LEVERKUSEN (csa) n Die Bewerbung war fraglos beeindruckend. Mit einer überzeugenden Leistung beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen hat sich Torsten Frings gestern bei Joachim Löw für das entscheidende WM-Qaulifikationsspiel in Russland (10.

Oktober) in Erinnerung gebracht. Vor den Augen des Bundestrainers lieferte der 32-Jährige seine beste Saisonleistung ab und machte es Sportdirektor Klaus Allofs leicht, Werbung für ihn zu betreiben. „Wenn Torsten fit und in Form ist, ist er für eine WM unverzichtbar. Dann sehe ich keinen Besseren als ihn“, sagte Allofs.

Adressat dieser Botschaft war natürlich Joachim Löw, der den Bremer Kapitän zuletzt zweimal nicht mehr berücksichtigt hatte. Aber auch die Leverkusener Fans dürfen sich angesprochen fühlen. Sie hatten den 79-fachen Nationalspieler mit „Nie mehr Nationalelf“-Gesängen verhöhnt. Während Frings vorgab „nichts gehört“ zu haben und sich völlig unbeeindruckt zeigte („Ich bin doch keine 18 mehr, dass mich noch interessiert, was gegnerische Fans rufen“), regte sich Allofs über den Hohn der Bayer-Anhänger auf. „Das finde ich unmöglich. Das würde ich auch sagen, wenn Werder-Fans sich so verhalten würden“, schimpfte der 52-Jährige.

Leverkusens Kapitän Simon Rolfes, pikanterweise Frings‘ Konkurrent um einen Platz im DFB-Kader, konnte die Aufregung nicht verstehen. „Die Rufe waren okay. Das ist hier doch keine neutrale Veranstaltung, aus wärts ausgepfiffen zu werden, ist doch normal.“

Tim Wiese kennt das Gefühl bestens. Gestern blieb es jedoch ruhig um den Werder-Keeper, der sich mit dem Leverkusener Pendant Rene Adler um Löws Gunst balgen muss. Der direkte Vergleich blieb ohne klaren Sieger – wenig überraschend bei einem 0:0. Allenfalls verbuchte der fehlerfreie, aber wenig beschäftigte Bremer kleine Pluspunkte, weil Adler bei einer Flanke und einer Faustabwehr nicht gerade souverän aussah. Aber daraus irgendetwas ableiten, das wollte selbst Wiese nicht: „Das war doch nichts heute.“

Torsten Frings durfte sich dagegen als klarer Gewinner fühlen. Und tat es auch. „Ich denke, ich habe heute meine Antwort gegeben“, sagte er. Eine Antwort auf Löws Liebesentzug.

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