Frings poltert gegen Di Santo / Ujah gratuliert

„Das war nicht astrein von ihm“

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Ob Torsten Frings für Franco Di Santo noch einmal den Ball holt, ist eher unwahrscheinlich.  Foto: nph

Bremen - Als der Name Franco Di Santo fällt, schaut Torsten Frings schon ein bisschen genervt. „Er hat sich gegen Werder entschieden, wir sollten nicht mehr darüber reden, wie es damals mit ihm hier war“, meint Werders Co-Trainer.

Also wird in die Zukunft geschaut, auf den Samstag, wenn Di Santo mit seinem neuen Club FC Schalke ins Weserstadion zurückkehrt. Da werden jede Menge Pfiffe für den Argentinier erwartet – und Frings weiß auch, warum: „Es war nicht astrein, wie sich Franco hier verhalten hat. Die Zuschauer werden schon machen, was sie für richtig halten. Es ist nicht unsere Aufgabe, das zu beeinflussen. Mir ist es egal, ob er ausgepfiffen wird.“

Die Enttäuschung in Bremen über Di Santo ist immer noch groß. Wochenlang hatte der Argentinier beteuert, dass er gerne bei Werder bleiben wolle. Die Verlängerung des 2016 auslaufenden Vertrags schien nur noch Formsache, doch Di Santo unterschrieb einfach nicht. „Das war schon ein ziemliches Hickhack“, erinnert sich Frings dann doch noch – wenn auch widerwillig.

Ausgerechnet am „Tag der Fans“ (25. Juli) wurde Di Santos überraschender Wechsel zum FC Schalke bekannt. Dank einer Ausstiegsklausel durfte der 26-Jährige Werder für eine Ablöse von sechs Millionen Euro verlassen. Da schlug Schalke eiskalt zu – und Di Santo hatte seine Liebe zu Werder und der Mannschaft plötzlich vergessen.

Auch seinen neuen Kumpel Anthony Ujah ließ er einfach zurück. Dabei war der Nigerianer auch wegen Di Santo vom 1. FC Köln zum SV Werder gewechselt. Doch der 24-Jährige ist deshalb nicht sauer, er hält sogar weiter engen Kontakt zu Di Santo. „Wir haben uns schon gegenseitig zum Tor gratuliert“, berichtet Ujah, der in Würzburg Werders 1:0 erzielt hatte. Di Santo war im Pokal beim Schalker 5:0 in Duisburg ein Mal erfolgreich gewesen. Am Samstag soll das dann etwas anders sein. „Da muss er mir zum Sieg oder zum Tor gratulieren“, sagt Ujah und fügt noch an: „Wir wollen unbedingt gewinnen. Am Samstag gibt es keine Freundschaft.“

Dass sein Freund im Weserstadion wahrscheinlich ausgepfiffen wird, gefällt ihm nicht wirklich, er will es aber auch nicht öffentlich kritisieren. Ujah erinnert nur daran: „Franco war ein sehr guter Spieler für Werder. Was die Fans mit ihm machen werden, das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie uns voll unterstützen werden.“ 

kni

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