Werder-Kapitän hofft auf Özil-Verbleib / Reha in Donaustauf statt Trainingslager

Frings: „Mesut sollte sich schnell entscheiden“

Torsten Frings darf zwar noch nicht mit der Mannschaft trainieren, ist aber trotzdem gut gelaunt und optimistisch, schon bald wieder fit zu sein.

Von Björn Knips DONAUSTAUF/BREMEN · Werder Bremen und Torsten Frings leben erneut getrennt. Dabei klingen ihre aktuellen Aufenthaltsorte so ähnlich: Während sich die Bundesliga-Truppe seit gestern in Donaueschingen auf die Saison vorbereitet, absolviert der an der Leiste operierte Kapitän im über 400 Kilometer entfernten Donaustauf seine Reha. Eigentlich war’s anders geplant. „Doch so ist es besser für mich“, sagt Frings und frohlockt: „Hier wird alles gut.“

Weniger gut findet der 33-Jährige den Wirbel um Mesut Özil und fordert deshalb: „Mesut sollte sich schnell entscheiden, ob er bleiben oder gehen will.“ Frings macht Druck. Doch er will den jungen Kollegen, der unter anderem von Real Madrid umworben wird, keineswegs vertreiben. „Am liebsten wäre es mir, wenn Mesut bleiben würde. Er ist ein guter Junge, und wir können ihn sehr gut gebrauchen“, sagt der Ex-Nationalspieler. Und er will Özil auch nicht reinreden: „Die Entscheidung muss Mesut ganz alleine treffen.“ Nur zügig müsste es gehen, „damit er für die anstehende Saison den Kopf frei bekommt oder Werder reagieren kann“. EAdäquten Ersatz würde Frings durchaus befürworten, wenngleich er – wie es sich für einen Kapitän gehört – natürlich das vorhandene Personal lobt: „Wir haben auch ohne Mesut eine gute Mannschaft, die eingespielt ist. Und Marko Marin oder Aaron Hunt könnten Mesuts Rolle übernehmen.“

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Frings selbst will den Offensivkünstlern im Team wieder den Rücken freihalten. Dafür schuftet er seit Sonntag in Donaustauf. Und warum nicht bei der Mannschaft in Donaueschingen, wie es ursprünglich vorgesehen war? „Hier habe ich alles, was ich brauche. Hier werde ich Tag und Nacht betreut. In Donaueschingen können sich unsere Physiotherapeuten ja nicht nur um mich kümmern“, berichtet Frings, der vor zwei Wochen an der Leiste operiert wurde und deshalb das Trainingslager auf Norderney verpasste. Außerdem ist da auch noch das besondere Verhältnis zu Klaus Eder. Der Physiotherapeut der Nationalmannschaft betreibt in Donaustauf ein Rehazentrum, in dem sich die Bundesliga-Spieler quasi die Klinke in die Hand geben. „Zu Klaus habe ich 100 Prozent Vertrauen, er hat mich schon häufiger wieder hinbekommen“, sagt Frings und blickt deshalb auch optimistisch in die Zukunft: „Bis zum Wochenende bleibe ich hier – und dann will ich nächste Woche auf jeden Fall mit der Mannschaft ins dritte Trainingslager nach Bad Waltersdorf fahren und voll einsteigen.“ Dort hofft er auch auf ein Wiedersehen mit Özil, der am 2. August aus seinem WM-Urlaub zurückerwartet wird. Falls er dann noch ein Werder-Profi ist . . .

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