Frings lobt den Ex-Bremer Kruse, dem er einst den Weg versperrte

„Er musste erst Stürmer werden“

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Der Noch-Gladbacher und Bald-Wolfsburger Max Kruse (Bild) ist „ein Top-Stürmer der Bundesliga“, lobt Werders Torsten Frings.

Bremen - Für zwölf Millionen Euro wechselt Max Kruse am Saisonende von Borussia Mönchengladbach zum VfL Wolfsburg – aus dem ehemaligen Werder-Nachwuchsspieler ist eine richtig große Nummer geworden in der Bundesliga. Wer das vor sechs Jahren, als der damals 21-Jährige Bremen Richtung FC St. Pauli verließ, für möglich gehalten hatte, darf sich als Experte und Orakel feiern lassen. Torsten Frings macht es nicht. „Wenn ich jetzt sagen soll, dass ich bei Max so eine Entwicklung für möglich gehalten habe, müsste ich lügen“, sagt der Werder-Co-Trainer, der nicht ganz unschuldig daran war, dass Kruse 2009 frustriert das Weite suchte.

Denn bevor der Nationalspieler als Offensivmann ein Star wurde, spielte er bei Werders U23 im defensiven Mittelfeld. Und auf dieser Position war der Weg nach oben eben versperrt – durch Frings. „Er ist an mir nicht vorbei gekommen, so leicht war das ja auch nicht“, schmunzelt der 38-Jährige und witzelt: „Max musste wohl erst Stürmer werden, damit es klappt.“

Stürmer war Kruse freilich schon vor dem Experiment als defensiver Mittelfeldmann gewesen. Aber auch in dieser Funktion schaffte er es bei Werder nicht nach oben – kein Wunder, wenn die Platzhirsche Miroslav Klose, Claudio Pizarro oder Ivan Klasnic heißen. „Jetzt ist Max aber einer der Top-Stürmer der Bundesliga. Darauf kann er sehr stolz sein. Er hat sich super entwickelt“, sagt Frings. Aber damals bei Werder „war er einfach noch nicht so weit. Max war ein guter Junge, aber es hat nicht gepasst für ihn.“

csa

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