Für den großen Sprung noch zu jung? / Allofs trifft sich mit Berater Fazeli

Frings kämpft um Özil: „Bremen die beste Wahl“

Werder-Bremen - DUBAI · Hoppla, jetzt geht ja doch ’was! Nach einem halben Jahr Stillstand in der Vertragssache Mesut Özil haben dessen Berater Reza Fazeli und Werder-Sportchef Klaus Allofs gestern zaghaft am Schwungrad gedreht. Am vorletzten Tag des Bremer Trainingslagers in Dubai kam es zu einem Treffen im Teamhotel Park Hyatt – die heiß diskutierte Personalie wird wieder bearbeitet.

Aber nicht nur von Allofs, auch Torsten Frings will helfen, Özil zu halten. Der Kapitän hat sich in die Liste derer eingereiht, die den Nationalspieler mit guten Worten zur Verlängerung des 2011 auslaufenden Vertrages bewegen wollen. „Ich würde ihm sagen, geh’ weg, wechsle den Verein, wenn ich glauben würde, dass es besser für ihn wäre. Ich will da auch ehrlich sein zu ihm. Aber das Beste für Mesut ist, noch zwei, drei Jahre in Bremen zu bleiben. Hier hat er alles, was er braucht. Der Trainer setzt auf ihn, er spielt international. Das ist doch viel wert“, argumentiert Frings.

Mit 21 Jahren sei Özil in einem Alter, „in dem er erst noch reifen muss. Das kann er in Bremen, hier kann er in Ruhe seine Persönlichkeit entwickeln und sich einen guten Namen machen.“

Ob Özil und sein Berater das auch so sehen? Diese Frage gilt es zu klären. Ein Anfang wurde gestern Abend gemacht. Fazeli hatte sich zum Besuch im Teamhotel Park Hyatt angemeldet, um mit Klaus Allofs zu sprechen. Der Werder-Chef blockte Nachfragen über das Ergebnis aber schon vorher ab: „Wir werden keine Bewertung der Gespräche abgeben.“

Ein Erfolg ist aber schon, dass beide Parteien den Faden, der vor sechs Monaten gerissen war, wieder aufgenommen haben. Damals hatten die Bremer bereits ein konkretes Angebot vorgelegt. Laut „Bild“-Zeitung soll es sich um einen mit neun Millionen Euro dotierten und bis 2013 laufenden Dreijahresvertrag gehandelt haben. Inklusive einer Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen für 2012.

Bestätigt sind die Summen freilich nicht. Logisch ist jedoch, dass Özil bei einem neuen Vertrag – egal, mit welchem Club – in neue Dimensionen vorstoßen wird. Das große Geld könne „die Jungs heutzutage schon verrückt machen“, glaubt Frings: „Die Preise schießen in die Höhe, von überall her kommen Angebote. Da können die Jungs selber gar nichts dafür.“ Doch sie müssen irgendwie lernen, damit umzugehen. Wie viele andere Dinge auch. Und genau diesen Aspekt sieht Frings als großes Werder-Plus an. In Bremen könne Özil Fehler machen, ohne tief zu fallen. „Hier kann er reifen“, meint der 33-Jährige und spricht wohl auch aus eigener Erfahrung. Wie Özil kam auch er sehr jung (mit 20) nach Bremen. Frings blieb fast sechs Spielzeiten, ehe er 2002 die Zeit gekommen sah, weiterzuziehen.

Mesut Özil ist deutlich jünger – und vor allem jung genug, „auch später noch den Sprung zu machen“, sagt der Werder-Käpt’n. Dass der (Ab-)Sprung irgendwann kommen wird, scheint ihm allerdings ziemlich sicher: „Mesut hat das Zeug, einer der besten Spieler überhaupt zu werden. Aber bis dahin ist es für ihn noch ein weiter Weg.“ Özil sollte ihn vorerst weiter in Bremen gehen, rät Frings: „Bei Werder hat er die Möglichkeit, alles zu erreichen, was er möchte.“

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