Ex-Bremer gibt morgen gegen Dallas sein Debüt in der MLS / „Ich bin hier, um zu kämpfen“

Frings – auch in Toronto soll er Kapitän werden

Werder-Bremen - TORONTO · Torsten Frings entdeckt Amerika.

In der Nacht zu morgen wird der 79-malige deutsche Nationalspieler um 2.00 Uhr deutscher Zeit erstmals in der nordamerikanischen Topliga MLS für seinen neuen Verein Toronto FC spielen – im rot-schwarzen Trikot, nicht in Grün und Weiß. Doch nicht nur das ist ein ungewohntes Gefühl für den langjährigen Kapitän von Werder Bremen. „Ich werde hier nicht so belagert, aber ab und zu muss ich schon ein Autogramm schreiben“, sagt Frings.

Sein neuer Arbeitgeber, zu dem ihn Torontos Berater Jürgen Klinsmann gelotst hatte, hat den Kurs mitten in der Saison korrigiert und die Mannschaft stark verändert. Eine Neuausrichtung ist für den Club dringend nötig, denn bisher holte der Verein aus der größten Stadt Kanadas in 21 Spielen erst drei Siege. Damit muss Toronto um den Einzug in die Play-offs bangen. Vom 402-maligen Bundesligaspieler Frings erhofft man sich in Ontario viel, der Mann mit der langen Mähne soll sofort im Mittelfeld die Chef-Rolle übernehmen. Sogar eine baldige Beförderung zum Kapitän scheint möglich. Für Frings sind die hohen Erwartungen aber kein Problem. „Ich mache mir keine großen Gedanken. Ich bin hier, um den Kampfgeist zu stärken, damit wir mehr Punkte holen. Darauf konzentriere ich mich“, sagt er.

Besonders freut sich Frings auf seinen Kumpel Frank Rost. Der Torwart hatte kürzlich bei den New York Red Bulls angeheuert: „Ich wünsche Frank alles Gute, natürlich mit einer Ausnahme: wenn wir gegeneinander spielen.“ Das Duell steigt am 2. Oktober.

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