Friedrich: „Man könnte sich in den Arsch beißen“

Leverkusen/Bremen (csa) · Der Lautsprecher der letzten Woche ist – milde ausgedrückt – leiser geworden.

Wolfgang Holzhäuser, Clubchef von Bayer Leverkusen, mag nach den Ergebnissen des Wochenendes nicht mehr von verunsicherten Bremern sprechen, mag im Rennen um den dritten Champions-League-Platz nicht mehr an der Nervenschraube drehen. Hat der Leverkusener Boss einen Spieltag vor Saisonschluss und angesichts von zwei Punkten Rückstand auf Werder etwa aufgegeben?

Nein, hat er nicht. Nicht ganz jedenfalls. „Ich habe noch Hoffnung auf Platz drei“, sagt Holzhäuser, doch groß ist sie seit dem 1:1 gegen Absteiger Hertha BSC nicht mehr: „Wir haben noch 20 Prozent Chancen.“

Zwei Punkte und vier Tore liegt die Werkself hinter Werder auf Platz vier. 16 Spieltage an der Tabellenspitze sind nur noch eine wertlose Randnotiz. „Wahrscheinlich“, meint Abwehrspieler und Ex-Werder-Profi Manuel Friedrich, „werden wir Platz drei nicht mehr erreichen.“ Und diese Erkenntnis löst bei ihm Frust und autoaggressive Reaktionen aus: „Bei unserer Ausgangslage, die wir mal hatten, könnte man sich in den Arsch beißen. So oft hast du nicht die Chance auf einen Platz ganz oben.“

Jetzt braucht Bayer 04 die Hilfe des HSV und einen Sieg in Gladbach. Friedrich im clubeigenen Internet-TV: „Wir werden versuchen, von unserer Seite alles zu erledigen, und hoffen, dass es am Ende doch noch reicht.“ Ihm selbst bleibt im Saisonfinale nur die Rolle des Zuschauers und Daumendrückers. Wegen seiner fünften Gelben Karte ist der 30-Jährige gesperrt.

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