Trotz Mistwetter Partylaune in Berlin

Friedliche Fans im Regen

Werder-Bremen - BERLIN. Beim vorerst letzten Fußballfest in der künftig bundesligafreien Zone Berlin haben sich die Fans von Bayern München und Werder Bremen vom Dauerregen die Partylaune nicht verderben lassen. Ausgelassen, aber überwiegend friedlich feierten die Anhänger in Rot-Weiß und Grün-Weiß gestern auf dem Kurfürstendamm und stimmten sich auf das DFB-Pokalfinale am Abend im Berliner Olympiastadion ein.

Seit 25 Jahren wird das Duell der besten Pokalmannschaften Deutschlands im Stadion des WM-Finales von 2006 ausgetragen. Und nach dem Abstieg der Hertha aus der Bundesliga ist es für die heimischen Fans nur ein schwacher Trost, dass der Vertrag über die Ausrichtung des mit 75 000 Zuschauern stets ausverkauften Spektakels gerade für weitere fünf Jahre verlängert worden ist.

Bizarr mutete an, dass gestern ausgerechnet die A-Jugend von Hertha BSC zum DFB-Pokalfinale gegen 1899 Hoffenheim auflief, nachdem die „Alte Dame“ in den letzten Jahren vergeblich auf eine Heim-Kulisse im Pokal-Endspiel gehofft hatte. Allerdings kamen die Junioren wegen des strömenden Regens um den Genuss eines Spiels im Olympiastadion und mussten ins benachbarte Amateurstadion ausweichen. Dort unterlagen sie Hoffenheim mit 1:2 – und machten die Pleitensaison der Hauptstädter perfekt.

Die Fans der Bayern und der Bremer störten diese Berliner Sentimentalitäten wenig. Tausende nutzten schon den vorangegangen Brückentag nach Christi Himmelfahrt zu einer vorzeitigen Anreise. Hunderte Fans strömten schon am Freitag das Rote Rathaus, um sich das dort ausgestellte „Objekt der Begierde“ – den sechs Kilogramm schweren und 100 000 Euro teuren Cup – aus der Nähe zu betrachten.

In den überdachten Biergärten am Breitscheid-Platz unweit der Gedächtniskirche standen die Vorfeiern ganz im Zeichen der grün-weiß gekleideten Werder-Fans, die lautstark den Doppelstock-Bus der Cupsieger von 2009 begrüßten. Doch auch die mit Regenschirmen vorbei flanierenden Bayern-Fans wurden freundlich begrüßt und antworteten mit Sieg-Gesängen. Die Bayern stellten am Hackeschen Markt und am Alexanderplatz die stimmgewaltige Übermacht.

Der traditionelle Berliner Treffpunkt der Fans an der Siegessäule stand wegen Bauarbeiten diesmal nicht zur Verfügung.

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