Vor Werder-Spiel gegen Nürnberg

Frank Baumann: Gegen die alte Heimat

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Nach dem Abstieg 1999 wechselte Frank Baumann vom 1. FC Nürnberg zu Werder Bremen.

Nürnberg - Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg – für Frank Baumann wird das am Sonntag mehr sein als ein gewöhnliches Fußballspiel. Für Werders Sportchef kommt die Partie eher einer Reise in die Vergangenheit gleich, in eine Zeit, als seine große Karriere beim Club begann.

„Ich hatte acht sehr gute Jahre in Nürnberg, es waren aber sehr turbulente Zeiten“, sagte der 42-Jährige, der während seiner Station bei den Profis des FCN in vier Jahren acht Trainer und drei Manager erlebt und fast jede Saison in einer anderen Liga gespielt hat. „Das war eine sehr gute Erfahrung“, betonte Baumann. 1999 – der Club war gerade mal wieder aus der Bundesliga abgestiegen – folgte dann der Wechsel zu Werder. Dabei war Baumann am letzten Spieltag der Saison 1998/1999 zu einem der Gesichter des verpassten Klassenerhalts geworden.

Wechsel zu Werder wegen der Nationalmannschaft

Am letzten Spieltag hatte der Verteidiger im Heimspiel gegen Freiburg kurz vor Schluss eine Großchance vergeben, die den 2:2-Ausgleich und damit die Rettung für den „Club“ bedeutet hätte. Aus sechs Metern scheitere Baumann daran, den Ball ins Tor zu schieben, Freiburgs Torhüter Richard Golz parierte. Kurz darauf war der fünfte Abstieg in der Geschichte des 1. FC Nürnberg besiegelt – und Baumann eine tragische Figur des großen Saisonfinals.

„Ich wäre in Nürnberg geblieben“, sagte er am Freitag. „Es war allerdings so, dass ich auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft war. Ein Abstieg wäre da für meine Karriere nicht förderlich gewesen.“ Seinen Ex-Club verfolgt hat Baumann aber immer: „Ich hatte in meiner Karriere ja nicht so viele Vereine.“ Drei, um genau sein: den TSV Grombühl, den „Club“ und Werder. „Ich freue mich sehr, dass die Nürnberger wieder in der ersten Liga spielen. Ab Montag drücke ich ihnen dann wieder die Daumen“, sagte Baumann.

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Quelle: DeichStube

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