Schaaf erklärt Affolters Aus

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Francois Affolter hat nur noch zwei Monate bei Werder.

Bremen - Francois Affolter ist raus – seit Monaten schon. Der Schweizer spielt in den Planungen von Werder-Trainer Thomas Schaaf in dieser Saison keine Rolle, stand nie im Kader eines Pflichtspiels. Was für ein Absturz. In der Rückrunde hatte Schaaf den Innenverteidiger noch stolze 13 Mal in seine Startelf beordert.

 Nun klärt der Coach auf, warum es Affolter so hart erwischt hat.

„Als es darum ging, Dinge aufzuweisen, war er nicht da“, erinnert Schaaf an die Vorbereitung, die Affolter wegen seiner Olympia-Teilnahme zum großen Teil verpasste. Allerdings hatte der Innenverteidiger stets darauf hingewiesen, der Verein – explizit Schaaf – habe ihm den London-Trip gestattet. „Wenn Thomas Schaaf auf mich zählen würde, wäre ich in Bremen geblieben. Aber er hat mir gesagt, dass er in der Innenverteidigung auf Sokratis, Naldo und Prödl zählt und sich den Neuen, Lukimya, anschauen möchte. Deswegen hat er mir grünes Licht für Olympia gegeben“, hatte Affolter beim Trainingsauftakt am 5. Juli berichtet.

Der Version widerspricht Schaaf nun: „Es war seine freie Entscheidung. Wir haben im Vorfeld sehr deutlich mit ihm über Olympia gesprochen. Ich habe ihn deshalb extra noch einmal im Urlaub angerufen.“ Für Schaaf steht fest: Olympia war Affolter wichtiger als Werder. Solche Spieler haben es schwer. Affolter spürte das nach seiner Rückkehr aus London und strebte einen Wechsel an. Doch das Angebot aus Spanien von UD Levante kam zu spät. Am letzten Tag der Transferperiode konnten sich die drei (!) Clubs nicht mehr einigen. Der Schweizer Nationalspieler ist nämlich nur ausgeliehen. Die Young Boys Bern haben ihn im Januar für ein Jahr Werder überlassen. Ein ungewöhnlicher Zeitraum, dessen Ende naht. Die Zeichen stehen auf Abschied. Sportchef Klaus Allofs hat bereits angedeutet, Affolter nicht verpflichten zu wollen. Schaaf weicht bei dieser Frage aus: „Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt für eine Entscheidung.“

Der Trainer macht allerdings nicht den Eindruck, dass er in den wenigen Wochen bis Vertragsende noch mit dem großen Comeback von Affolter rechnet. Zumal Sokratis und Prödl in der Innenverteidigung gesetzt sind und dahinter Assani Lukimya lauert. Da müsste viel passieren, ehe Affolter sich beweisen darf. Zumal Schaaf bislang im Notfall immer Ex-Mittelfeldspieler Felix Kroos als Alternative für das Abwehrzentrum in den Kader geholt hatte.

Immerhin durfte Affolter zuletzt zwei Mal in der U 23 Spielpraxis sammeln und sich sogar als Torschütze feiern lassen. Ein schwacher Trost. Wie er es sieht, bleibt sein Geheimnis. Affolter hat sich einen Maulkorb verpasst.  kni

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