Werder tritt im Abstiegskampf auf der Stelle

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Für die kriselnden Bremer - sie gewannen zuletzt 1991 am Rhein - war es schon die achte Partie ohne „Dreier“.

Düsseldorf / Bremen - Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen haben mit dem 2:2 (1:1) ihre Negativserien in der Fußball-Bundesliga verlängert und treten im Abstiegskampf auf der Stelle.

Vor 54 000 Zuschauern in der ausverkauften Esprit-Arena traf für den Gastgeber Stefan Reisinger (2./48. Minute) zum 1:0 und 2:1. Der Bremer Zlatko Junuzovic (16.) glich zum 1:1 aus und Unglücksrabe Martin Latka (70.) brachte mit einem Eigentor den Aufsteiger um den ersten Sieg nach sechs Spielen. Für die kriselnden Bremer - sie gewannen zuletzt 1991 am Rhein - war es schon die achte Partie ohne „Dreier“.

Werder-Trainer Thomas Schaaf musste mit einer Notelf antreten, da sich zehn Profis verletzt oder krank abgemeldet hatten. Als letzte Spieler hatte es Aaron Hunt (Fieber), Verteidiger Sokrates (Adduktoren) und Tom Trybull (Sehne) getroffen. Deshalb war es kein Wunder, dass die durch die Ausfälle und die Negativserie verunsicherten Gäste spielerisch wenig zu bieten hatten, dies aber durch Kampfgeist auszugleichen versuchten.

Allerdings wurden die Bremer schnell kalt erwischt. Nach 85 Sekunden konnte Fortuna-Offensivspieler Reisinger nach einem Freistoß von Johannes van den Bergh und einer Kopfballverlängerung von Dani Schahin das 1:0 von der Strafraumgrenze erzielen. Die hanseatische Abwehr erweckte dabei den Eindruck, den Anpfiff nicht mitbekommen zu haben.

Danach entwickelte sich ein Spiel mit viel Kampf und ebenso viel Krampf. Torraumszenen gab es kaum - bis es in der 16. Minute turbulent wurde. Nach einem Pass von Axel Bellinghausen drosch Oliver Fink aus Nahdistanz auf das Werder-Gehäuse, doch der Ball wurde noch abgeblockt. Im direkten Gegenzug stellten sich die Bremer cleverer an. Spielmacher Kevin de Bruyne spielte auf der linken Seite drei Düsseldorfer aus und passte auf Zlatko Junuzovic, der zum 1:1 einschoss.

Mit dem Ausgleich sank auch das spielerische Niveau in der ersten Hälfte weiter. Die Bremer zogen sich noch mehr in die Defensive zurück und die Gastgeber mühten sich bis auf eine Ausnahme, eine Lücke zu finden. In der 44. Minute passte van den Bergh auf Bellinghausen, der einen Heber über den herauseilenden Werder-Keeper Sebastian Mielitz weit über das Tor setzte.

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Werder Bremen erreicht nur ein 2:2 in Düsseldorf

Fast identisch verlief es nach dem Wiederanpfiff. Kaum drei Minuten waren die Teams auf dem Platz, als Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz vor dem gegnerischen Strafraum den Ball erkämpfte und quer auf Reisinger legte, der das 2:1 markierte. Die Bremer steckten aber nicht auf, lockerten ihren Defensivriegel und drängten auf den erneuten Ausgleich. Schützenhilfe leistete dabei der Düsseldorfer Innenverteidiger Latka (70.), der eine Flanke von Marko Arnautovic unglücklich ins eigene Tor lenkte. Mit einer Glanztat in der 78. Minute konnte Fortuna-Torwart Fabian Giefer noch einen Kopfball von Nils Petersen parieren und eine Niederlage verhindern.

dpa

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