Flughafen gesperrt – deshalb ging es per Bus durch Afrika

Makiadis Odyssee

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Cedrick Makiadi steht nach seinem Reisemarathon heute gegen Leverkusen nicht zur Verfügung.

Bremen - Geschichten wie die folgende, lassen erahnen, warum sich Assani Lukimya gegen eine Karriere in der Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo entschieden hat. Denn eine Länderspielreise kann schon mal im Chaos enden. Cedrick Makiadi erlebt es gerade. Der Werder-Profi, wie Lukimya mit kongolesischen Wurzeln, befindet sich seit gestern auf einer Odyssee mit Ziel Bremen. Wann er dort ankommen wird und vor allem wie, war gestern noch völlig unklar. Das Spiel in Leverkusen verpasst er definitiv.

Makiadi war vom Kongo für die Afrika-Cup-Qualifikation angefordert worden. Beim 0:2 gegen Kamerun war er dabei, beim 2:0 gegen Sierra Leone (die Partie war wegen der Ebola-Epidemie nach Lubumbashi in den Kongo verlegt worden) stand er am Mittwoch nicht mal im Kader.

Ärgerlich genug. Aber erst danach wurde es für Makiadi richtig schlimm. Weil der Flughafen in Lubumbashi gesperrt war, ging es zunächst per Bus ins benachbarte Sambia. Gestern Nachmittag saß er immer noch dort, wartete auf den Flug nach Nairobi in Kenia, von wo aus die Reise – „nach einem kleinen Erfrischungsgetränk“ (Zitat Werder-Trainer Robin Dutt) – nach Brüssel fortgesetzt werden sollte. „Wie wir ihn von da nach Bremen bekommen, ist noch offen“, sagte Dutt gestern. Vielleicht sogar per Zug. Für den Coach ist deshalb klar: Nach dem Trip wird er Makiadi nicht in den Kader für die Leverkusen-Partie berufen: „Er wird irgendwann im Laufe des Tages in Bremen ankommen und froh sein, wenn er im Bett liegt.“

Was bleibt, ist der Ärger, dass Spiele in der Afrika-Cup-Qualifikation – anders als bei der EM-Qualifikation – noch am Mittwoch ausgetragen werden. „Es gibt klare Abstellungsperioden, die besagen, dass das auszuschließen ist. Trotzdem ist es angesetzt worden – das ist unglücklich“, meinte Geschäftsführer Thomas Eichin.

csa

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