Torwart kommt von Slavia Prag

Fix: Jiri Pavlenka wechselt zum SV Werder

Jiri Pavlenka wechselt an die Weser.
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Jiri Pavlenka wechselt an die Weser.

Bremen - Nun ist es fix: Jiri Pavlenka wechselt zum SV Werder Bremen. Das bestätigte der Club am Dienstagmittag.

Zwar hat der zweifache tschechische Nationaltorhüter von Meister Slavia Prag den Vertrag in Bremen noch nicht unterzeichnet, das soll er Ende der Woche nachholen, wenn er auch den Medizincheck absolviert hat. Über die Ablösesumme verriet Werder nichts, sie dürfte aber bei den im Vorfeld gehandelten drei Millionen Euro liegen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Jiri von Werder überzeugen konnten. Wir haben seine Entwicklung in den letzten Jahren intensiv verfolgt. Er hat einen guten Weg genommen, hat den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und mit konstant guten Leistungen zu dem Erfolg von Prag in der vergangenen Spielzeit beigetragen“, sagte Werder-Sportchef Frank Baumann auf „werder.de“.

Pavlenka freut sich auf neue Aufgabe

Cheftrainer Alexander Nouri sagte zum Transfer des neuen Torhüters: „Wir sind davon überzeugt, dass Jiri sportlich und auch menschlich unsere Mannschaft hervorragend ergänzen wird. Gerade in der vergangenen Saison hat er seine Qualitäten immer wieder unter Beweis gestellt, aber es steckt auch noch Entwicklungspotenzial in ihm. Das möchten wir mit ihm gemeinsam herauskitzeln.“

Pavlenka selbst freut sich auf seine neue Aufgabe im deutschen Oberhaus: „Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt und Werder dazu ein großer Verein. Ich habe von Theo und Jaro nur Gutes über Werder und Bremen gehört. Ich freue mich darauf, in Zukunft Teil dieser Mannschaft zu sein.“ Werder-Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie und Torwart Jaroslav Drobny, der seinen Vertrag bei Werder gerade erst verlängert hat, sind ebenfalls Tschechen.

Pavlenka-Wechsel dürfte Wiedwald-Abschied besiegeln

In der vergangenen Saison absolvierte der 25-jährige Pavlenka 28 Ligaspiele für Slavia Prag. Dabei kassierte er 19 Gegentore und spielte zwölf Mal zu null. Hinzu kommen vier Einsätze in den Qualifikationsspielen der Europa League.

Der Pavlenka-Wechsel dürfte das Aus von Felix Wiedwald in Bremen endgültig besiegeln. Der Torwart hat zwar noch einen Vertrag bis 2018, will Werder Bremen aber verlassen und ins Ausland wechseln. Als interessiert gelten der FC Nantes sowie ein ambitionierter englischer Zweitligist. Wiedwald hatte auf eine langfristige Perspektive als Nummer eins in Bremen gehofft, Werder verhandelte aber lieber mit dem neuen Mann.

Felix Wiedwald - seine Karriere in Bildern

Felix Wiedwald
Felix Wiedwald ist ein echtes Werder-Eigengewächs. Das in Thedinghausen geboren und in Achim aufgewachsene Torwart-Talent kam im Alter von neun Jahren zum SVW, durchlief dort die Jugend-Teams, spielte auch in der A-Junioren-Bundesliga (Foto). © imago
Felix Wiedwald
Wiedwald nahm auch als Nachwuchsspieler gelegentlich am Profi-Training teil und fuhr mit ins Trainingslager. © nordphoto
Felix Wiedwald
Im Februar 2010 erhielt Wiedwald seinen ersten Profivertrag bei Werder, konnte sich aber noch nicht durchsetzen. © nordphoto
Felix Wiedwald
2011 zog Wiedwald weiter: Beim MSV Duisburg war er zunächst zweiter Torwart hinter Florian Fromlowitz, verdrängte ihn aber im Laufe der Saison und wurde erstmals Stammkeeper einer Profimannschaft. © nordphoto
GER, 2.FBL, 1. FC Union Berlin, MSV Duisburg
Als Duisburg 2013 keine Lizenz für die Zweite Liga bekam und in die Dritte Liga zwangsabsteigen musste, verließ Wiedwald den Verein und schloss sich Bundesligist Eintracht Frankfurt an. © nordphoto
Felix Wiedwald
Wiedwald war die Nummer zwei hinter Kevin Trapp - bis sich Trapp im September 2014 einen Syndesmose-Riss zuzog. © nordphoto
Felix Wiedwald
Wiedwald machte seine Sache als Ersatzmann gut, musste nach Trapps Genesung aber wieder Platz machen. Immerhin hatte er die Aufmerksamkeit anderer Clubs auf sich gezogen... © nordphoto
... in erster Linie von Werder. Wiedwald kehrte 2015/2016 zu seinem Herzensverein zurück. In seiner ersten vollen Saison als Nummer eins kassierte Wiedwald allerdings satte 65 Gegentore.
... in erster Linie von Werder. Wiedwald kehrte 2015/2016 zu seinem Herzensverein zurück. In seiner ersten vollen Saison als Nummer eins kassierte Wiedwald allerdings satte 65 Gegentore. © gumzmedia
Wiedwald ging auch als Stammtorwart in die Saison 2016/2017. Nach schwachem Saisonstart der Mannschaft degradierte ihn Trainer Viktor Skripnik.
Wiedwald ging auch als Stammtorwart in die Saison 2016/2017. Nach schwachem Saisonstart der Mannschaft degradierte ihn Trainer Viktor Skripnik. © gumzmedia
Skripnik setzte auf Jaroslav Drobny. Nur wegen einer Handverletzung des Oldies rutschte Wiedwald nochmal ins Tor...
Skripnik setzte auf Jaroslav Drobny. Nur wegen einer Handverletzung des Oldies rutschte Wiedwald nochmal ins Tor... © gumzmedia
... doch als Drobnys Verletzung auskuriert war, musste Wiedwald auch unter dem neuen Coach Alexander Nouri wieder auf die Bank. Wiedwalds Tage in Bremen scheinen damit gezählt. Oder bekommt er nochmal seine Chance?
... doch als Drobnys Verletzung auskuriert war, musste Wiedwald auch unter dem neuen Coach Alexander Nouri wieder auf die Bank. Wiedwalds Tage in Bremen scheinen damit gezählt. Oder bekommt er nochmal seine Chance? © gumzmedia
Ja, er bekam sie und nutzte die Chance eindrucksvoll. Als Drobny wegen einer roten Karte und einer anschließenden Schulterverletzung einige Spiele ausfiel, zeigte Wiedwald starke Leistungen.
Ja, er bekam sie und nutzte die Chance eindrucksvoll. Als Drobny wegen einer roten Karte und einer anschließenden Schulterverletzung einige Spiele ausfiel, zeigte Wiedwald starke Leistungen. © gumzmedia
Vor der Saison 2017/18 verließ der Keeper die Bremer jedoch - und wechselte zum englischen Zweitligisten Leeds United, wo er einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten hat.
Vor der Saison 2017/18 verließ der Keeper die Bremer jedoch - und wechselte zum englischen Zweitligisten Leeds United, wo er einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten hat. © gumzmedia

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