Der alte und neue Vereinspräsident macht sich für Lemke, Allofs und Schaaf stark / Auch Bode gewählt

Fischer kämpft für die Werder-Familie

Gewählt und gut gelaunt: Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer und Aufsichtsrats-Ersatzkandidat Marco Bode. ·

Bremen - Der Präsident hat ein Machtwort gesprochen: Klaus-Dieter Fischer nutzte gestern Abend die Mitgliederversammlung des SV Werder, um die berühmte Werder-Familie wieder zu einen.

Der im Sommer öffentlich ausgetragene Zoff zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung sei schädlich für den Verein gewesen. „Da haben wir alle Fehler gemacht, das darf nicht wieder passieren“, forderte Fischer und erntete von den 225 Mitgliedern in der Werder-Halle viel Beifall.

Damit war Fischer aber noch nicht fertig. Erst stärkte er Willi Lemke den Rücken. Der Aufsichtsratschef strebe weder nach mehr Macht noch wolle er Sportchef Klaus Allofs loswerden, versicherte Fischer. Der 70-Jährige machte aber auch deutlich, dass er sich eine Einigung des Aufsichtsrates in den Vertragsverhandlungen mit Allofs wünscht: „Wir wollen mit Klaus weitermachen, und wenn diese Lösung nicht geht, dann wollen wir mit Klaus weitermachen, und wenn diese Lösung . . .“ Eine ähnliche Wortspielerei wiederholte Fischer für Trainer Thomas Schaaf.

Das kam gut an. Einstimmig wurde Fischer als Präsident für vier weitere Jahre wiedergewählt. Genauso wie sein Stellvertreter Hubertus Hess-Grunewald und Schatzmeister Axel Plaat.

Zur Wahl stand gestern auch Marco Bode. Der Ex-Profi bewarb sich wie Stefan Dörr-Kling als Ersatzkandidat für den Aufsichtsrat. „Werder liegt mir weiter am Herzen“, sagte der 42-Jährige und bekam wie Dörr-Kling die volle Unterstützung der Versammlung. Gut möglich, dass Bode im nächsten Jahr in den Aufsichtsrat rückt.

Das ist die Zukunft, gestern ging‘s aber auch viel um die Vergangenheit. Sportlich gesehen hätte der Bundesligist nach der Horror-Saison gerne auf einen Rückblick verzichtet, doch finanziell betrachtet machte das die SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA äußerst gerne. Denn es wurde im vergangenen Geschäftsjahr (endete am 30. Juni 2011) ein Gewinn von 8,2 Millionen Euro erwirtschaftet, das bedeutet Platz zwei in der Clubgeschichte. Der Umsatz sank zwar im Vergleich zum Vorjahr von 126,4 auf 119,9 Millionen Euro, ist aber ebenfalls das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.

„Wir sind uns aber bewusst, dass diese positiven Zahlen vor allem durch die Einnahmen aus der Champions League getragen werden“, sagte Klaus Allofs. als Vorsitzender der Geschäftsführung: „Vorausschauend bewerten wir dieses Ergebnis als Absicherung für die laufende Saison ohne Europacup-Einnahmen.“ Weitere Einsparungen seien unumgänglich, und in einem Jahr müssten sich die Mitglieder auf einen Verlust einstellen, so Allofs.

Dafür soll‘s an anderer Stelle Steigerungen geben. Mit den 40 400 Mitgliedern will sich Werder nicht begnügen, Vereinspräsident Fischer kündigte mutig an: „Bis 2015 wollen wir die Marke von 50 000 Mitgliedern knacken.“ · kni

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