Schaaf und Allofs verteidigen das nächste enttäuschende Werder-Remis und zeigen auf Platz fünf

Festgefahren, aber zuversichtlich

Sonntagmorgen, Trainingsplatz am Weserstadion: Thomas Schaaf (links) und Klaus Allofs schauen genau hin, was die Herren Profis abliefern – und sind optimistisch. ·

Bremen - Es war ja klar, dass die Bundesliga-Fahrt des SV Werder in dieser Serie holprig wird. Schließlich hatte der Club in der Vorsaison schon in den Abgrund geschaut. Nun düsen die Bremer tatsächlich wieder durch die Euro-Zone der deutschen Eliteklasse und haben sich sogar auf Platz fünf festgefahren.

Klingt prima, aber festgefahren ist eben auch das Bremer Spiel. Es geht kaum noch voran, das vierte Unentschieden im vierten Rückrundenspiel offenbarte dies auf erschreckende Art und Weise. Doch Thomas Schaaf und Klaus Allofs sehen das anders und bewerten das 1:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim wesentlich positiver als die meisten Beobachter.

Werder in der Einzelkritik

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„Wir sind auf dem richtigen Weg“, behauptet Schaaf. Der Coach hebt einmal mehr die große Einsatzbereitschaft seines Teams hervor und freut sich, „dass wir dafür mit dem Ausgleich belohnt worden sind“. Die frühe Gäste-Führung durch Jannik Vestergaard (4.) hatte Marko Arnautovic (90.) gerade noch ausgeglichen. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, sagt Sportchef Allofs und fügt in Anspielung auf die Pfiffe zur Pause im Weserstadion und die kritischen Fragen der Journalisten nach der Partie gereizt an: „Ich bin etwas erschrocken, welche Erwartungen hier herrschen. Wir haben heute wieder mit Spielern gespielt, die noch nicht ihren Spielrhythmus haben können: Affolter, Junuzovic, Arnautovic, dann auch ein Marin oder ein Füllkrug.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Schaaf: „Alle wollen immer junge Spieler sehen, die dann aber auch schon sehr erfahren sein müssen und am besten schon 60 Länderspiele haben.“

Ein Punkt gegen Hoffenheim

Werder sichert einen Punkt gegen Hoffenheim

Werder ist gerade ziemlich grün, weil erfahrene Kräfte wie Naldo und Aaron Hunt verletzt sind oder ein Claudio Pizarro gegen Hoffenheim gelbgesperrt war. Aber reicht das schon aus, um im Winter 2012 jeglichen Spielfluss eingefroren zu haben? Werder hat immer noch Namen auf dem Platz. Im Mittelfeld zum Beispiel einen türkischen (Ekici) und einen österreichischen (Junuzovic) Nationalspieler. Auch Keeper Tim Wiese, die Abwehrspieler Sokratis, Francois Affolter und Clemens Fritz sowie die Stürmer Arnautovic und Markus Rosenberg haben schon das Trikot ihrer Nationen getragen. Zusammen liefern sie zurzeit aber nur Kampf ab.

Genau das macht Schaaf allerdings so zuversichtlich: „Man sieht doch, dass die Mannschaft daran arbeitet. Wenn sie das so weitermacht, kann sich da schnell ’was ändern.“ Gepaart mit Allofs‘ Aussage – „Dass wir immer noch auf Platz fünf stehen, zeigt mir, dass wir nicht so schlecht sind, wie das um uns herum wahrgenommen wird“ – müsste das die Fans träumen lassen. Keeper Tim Wiese macht das schon mal: „Die Champions-League-Plätze sind zwar weit weg, aber ich habe auch schon erlebt, dass wir vor zwei Jahren 16 Punkte auf Leverkusen aufgeholt haben.“ Doch wer mag daran nach dem zeitweise ziemlich hilflosen Kick gegen Hoffenheim wirklich glauben? · kni/csa

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