Kroos versteht den Platzverweis nicht und wirft Schiedsrichter Zwayer übertriebene Härte vor

Felix vermisst das Feingefühl bei Felix

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Felix Zwayer packt die Karten schon wieder weg, Felix Kroos versteht immer noch nicht, warum er nach nur zwei Fouls vom Platz geflogen ist. ·

Frankfurt - Sagen wir es so: Es hat schon glücklichere Auftritte gegeben als den von Felix Kroos gestern in Frankfurt. Mit zwei Fouls nahm sich der 22-Jährige selbst aus dem Spiel, kassierte binnen vier Minuten und 37 Sekunden erst Gelb, dann Gelb-Rot. Eigene Dummheit oder Opfer einer Kartenwut?

Teils teils, meinte Kroos und geißelte sich erstmal selbst. „Bei der zweiten Situation darf ich nicht so hingehen. Das war schlechtes Timing“, sagte er zu der Aktion, als er Frankfurts Sebastian Rode an der Seitenlinie aus vollem Lauf von den Beinen geholt hatte. Das war ein Foul – ein verwarnungswürdiges dazu. Aber weil es erst sein zweites im ganzen Spiel war, verstand Felix Kroos den Platzverweis dann doch nicht. „Wenn der Schiedsrichter ein bisschen Feingefühl hat, sagt er: ,Lass dich auswechseln.‘ Aber das ist von einigen nicht zu erwarten“, schimpfte der Bremer und warf Zwayer übertriebene Härte bei den Entscheidungen vor.

In der Tat war das erste Foul – ebenfalls an Rode – mit Gelb eine Spur überbewertet gewesen. Darauf zielte auch die Kritik des verärgerten Thomas Eichin ab. Der Werder-Sportchef nahm sich pauschal die deutsche Schiedsrichter-Gilde vor und bemängelte: „In der Bundesliga werden zu schnell Gelbe Karten gezückt. Das müssen wir mal überdenken. Ein Abwehrspieler kann dann gar nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gehen. Im Prinzip gibt es viele Verwarnungen für ein Gemisch aus nicht-gefährlichem Spiel und Theatralik.“ Kroos, so sah es der ehemalige Verteidiger, hätte sogar gänzlich ungestraft davon kommen müssen. „Ich finde beide Gelbe Karten unmöglich.“ Laut Zlatko Junuzovic wäre Kroos in Bremen für vergleichbare Fouls nicht vom Platz geflogen: „Dass es gleich Gelb-Rot gibt, liegt daran, dass wir hier die Gäste waren.“ Andererseits: Die Fouls kann niemand wegreden – auch Junuzovic nicht: „Solche Aktionen verfolgen uns leider. Wir schaden uns oft selbst.“ Und Abwehrchef Sebastian Prödl behauptete: „Mit elf Mann hätten wir hier noch mehr holen können.“

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Diese These lässt sich nicht mehr beweisen. Fakt ist, dass Werder am Samstag im Nordderby gegen den HSV (das 100. in der Bundesliga-Geschichte) ohne Kroos und auch ohne den dann wegen der fünften Gelben Karte gesperrten Luca Caldirola auskommen muss. Was letztlich bedeutet, dass Assani Lukimya – nach seinem Fehler gegen Mönchengladbach gerade aus der Mannschaft rotiert – ein schnelles Comeback als zweiter Innenverteidiger feiern wird. Ein Problem? Nein, kein Problem, sagt Sebastian Prödl: „Das bereitet uns keine Sorgen.“ · mr

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