Fauler Zauber

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Özkan Yildirim

Bremen - Die beiden Riesentalente trennt altersmäßig nur ein Jahr, aber sportlich lagen am Samstag Welten zwischen Wolfsburgs Maximilian Arnold und Werders Özkan Yildirim. Arnold war mit einem Tor und einem starken Auftritt der Matchwinner beim 3:0-Erfolg des VfL, Yildirim fiel nur durch ein paar Hackentricks auf.

Genau das ist das Problem des Bremers. Der 20-Jährige zieht den Gegenspielern den Ball schon mal durch die Nase. Das ist unheimlich schön anzusehen, aber sportlich nur selten wertvoll. Wie in Wolfsburg. „Es ist ein schmaler Grat“, sagt Werder-Coach Robin Dutt: „Diese Kreativität richtig eingesetzt, lässt uns das Herz aufgehen. Aber du brauchst auch mal ein straightes Spiel.“ Aber geradlinig mag es Yildirim nicht, er liebt die Schnörkel und verzettelt sich dabei. Doch Dutt will den Mittelfeldspieler deshalb nicht verurteilen: „Wenn ich ihn zu einem Strategen auf dem Platz machen will, dann weiß ich nicht, ob das der Yildirim ist, der uns in den nächsten Jahren hilft. Deswegen muss ich ganz sachte mit Veränderungen in seiner Spielkultur umgehen.“

Mit seinen gerade einmal 172 Zentimetern und 76 Kilogramm ist Yildirim ohnehin alles andere als robust. Das bekommt er in der Bundesliga regelmäßig zu spüren. 13 Mal kam er seit seinem Debüt im Januar 2013 im Fußball-Oberhaus zum Einsatz, nur ein Assist steht auf seinem Konto. Allerdings eine Hammer-Vorlage beim extrem wichtigen 2:0-Sieg gegen Hannover 96.

Arnold durfte bislang zwölf Mal für die „Wölfe“ ran – und hat schon fünf Treffer erzielt. Inzwischen hat er sogar Diego als Spielmacher verdrängt. Davon ist Yildirim in Bremen noch weit entfernt, dabei könnte Werder einen neuen Diego so gut gebrauchen. · kni

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