Palmeiras‘ skurrile Idee amüsiert Allofs

Allofs schmunzelt über die Wesley-Fanaktion

Bremen - Wesleys Wechsel zu Palmeiras Sao Paulo – er wird immer verrückter. Jetzt sollen sich sogar die Fans des brasilianischen Erstligisten daran beteiligen. Auf der eigens eingerichteten Homepage „wesleynoverdao.com.br“, für die auch die Palmeiras-Profis auf dem Platz warben, können Fans Geld für den Kauf des 24-jährigen Mittelfeldmanns spenden.

Für Werder-Sportchef Klaus Allofs ist die skurrile Idee aus Brasilien jedoch nicht mehr als eine nette Geschichte. „Ich habe davon gehört, aber viel Geld soll ja noch nicht zusammengekommen sein“, schmunzelte der 55-Jährige. Bis gestern Abend waren es 167 000 brasilianische Real – das sind umgerechnet rund 73 000 Euro. Für den Transfer braucht Palmeiras aber rund 9,3 Millionen Euro: sechs für die Ablöse an Werder, den Rest für Steuern und Provisionen. „Die Aktion soll bis Ende März laufen. Das zeigt doch, dass es keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Transfer gibt. Denn so lange werden wir sicher nicht warten“, betonte Allofs.

Sao Paulo verspricht sich durch das sogenannte „Crowdfunding“ (Finanzierung durch Massen) eine Menge. „Das ist eine neue Entwicklung im Fußball – und wir freuen uns, dass wir der erste Club sind, der das ausprobiert. Wir glauben an das Projekt und rechnen mit der Unterstützung unserer Anhänger“, wird Präsident Arnaldo Tirone auf der Sammelseite im Internet zitiert. Um die Fans zu animieren, steht dort sogar ein Gedicht: „Wenn Fußball Leidenschaft ist, ist Palmeiras ewige Liebe. Und Wesley ist das Herz in der Schuhspitze.“

„Wir hoffen, dass genug Geld zusammenkommt“, sagte Palmeiras-Manager Cesar Sampaio. Die Differenz zwischen Spenden- und Transfersumme wolle der Club durch einen Kredit abdecken.

Wie auch immer: Allofs bleibt optimistisch, dass die erste Rate in Höhe von zwei Millionen Euro bald aufs Werder-Konto fließt: „Es gibt keinen Grund, misstrauisch zu sein. Bisher wurden alle Absprachen eingehalten.“ Falls der Transfer doch scheitert, kommt Wesley wieder nach Bremen – und die Palmeiras-Fans erhalten ihr Geld zurück. · kni/mr

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