Rückendeckung von Schaaf, aber das Image leidet

Der Fall (von) Marin

Maik Franz trifft zwar nicht den Ball, aber Marko Marin sucht auch den Kontakt mit dem Fuß des Frankfurters.

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Für Marko Marin war sein Fall klar. „Wir gehen beide zum Ball, ich bin schneller am Ball, und dann trifft mich Maik Franz.

Das war ein klarer Elfmeter“, schimpfte der Werder-Profi nach der 0:1-Pleite in Frankfurt und wetterte gegen Schiedsrichter Michael Weiner: „So ein erfahrener Mann muss das sehen.“ Hatte er auch, doch der Unparteiische bewertete die Szene in der 24. Minute anders: „Bevor es zum Zweikampf kommt, ist Marin eingeknickt, deshalb habe ich nicht auf Strafstoß entschieden.“

Das böse Wort „Schwalbe“ fiel nicht. Doch schon länger steht Marin unter Verdacht, solche Situationen zu provozieren – gepaart mit jeder Menge Theatralik. Darauf reagieren Schiedsrichter äußerst sensibel und entscheiden im Zweifel gegen den vermeintlich Gefoulten. „Ich hoffe nicht, dass es so ist. Die Schiedsrichter sollen schließlich unparteiisch sein“, meinte Marin und fügte noch an: „Ich glaube nicht, dass ich ein schlechtes Image habe.“

Sein Coach Thomas Schaaf schweigt dazu – wie in der Hinrunde, als Marin nach der Partie in Köln schon einmal den Stempel „Schwalbenkönig“ aufgedrückt bekam. Der Trainer sorgt sich, dass das Thema zu hoch gehängt und Marin künftig in anderen Stadien ausgepfiffen wird. Immerhin gibt Schaaf in der besagten Szene in Frankfurt Rückendeckung. „Es hat doch jeder gesehen, was da passiert ist“, verkündete Schaaf und verbat sich jegliche Widerrede: Für ihn war’s ein Foul von Franz und deshalb auch ein Elfmeter. Aber die Diskussion um den Fall (von) Marin dürfte er damit kaum beenden können. Es sei denn, der 20-jährige Nationalspieler kommt zu der Einsicht, künftig etwas standfester zu sein.

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