„Wir haben genug Spieler im Kader“

Im Fall Finnbogason lehnt sich Eichin zurück

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Thomas Eichin ·

Bremen - Er hat ein Angebot abgegeben und eine Absage erhalten – damit ist der Fall Alfred Finnbogason für Werder-Sportchef Thomas Eichin erst einmal erledigt.

„Wir haben genug Spieler im Kader, alle haben ihre Qualitäten“, betont der 46-Jährige und schießt den Ball zum neuen Trainer: „Robin Dutt muss sich jetzt einen Eindruck von allen verschaffen, dann werden wir sehen, was wir noch machen.“ Und Dutt hat schon angedeutet, dass er vielleicht gar keinen weiteren Stürmer benötigt.

Also lehnt sich Eichin im Fall Finnbogason zurück. Als Schnäppchen hätte er den Isländer sofort geholt. Doch sein Angebot von weniger als drei Millionen Euro wurde in Holland gleich vom Tisch gefegt. Der SC Heerenveen will richtig kassieren: fünf Millionen Euro sofort, Zusatzzahlungen in den nächsten Jahren, wenn Finnbogason auch in der Bundesliga einschlägt. Schließlich hat der 24-Jährige in 31 Ligaspielen 24 Mal getroffen. Das weiß auch der FC Augsburg. Doch dessen Offerte war für Heerenveen ebenfalls inakzeptabel.

Werders Vorteil: Mit dem Spieler ist sich der Bundesligist einig. Zwar sagte Finnbogason dem niederländischen Internetportal voetbalprimeur.nl, nur sein Agent habe Kontakt zu Werder gehabt und er gehe davon aus, in Heerenveen zu bleiben. Doch was soll er sonst auch sagen? Spieler die noch langfristig unter Vertrag stehen, dürfen nur mit Erlaubnis des Arbeitgebers von anderen Clubs kontaktiert werden. Und natürlich will es sich Finnbogason auch nicht mit seinem aktuellen Verein verscherzen. Sein Kontrakt läuft noch bis 2015 – mit einer Option auf ein weiteres.

Entspannt ist Finnbogason nicht: „Ich möchte so schnell wie möglich wissen, wie meine Zukunft aussieht.“ Eine rasche Antwort aus Bremen bekommt er aber nur, wenn der SC Heerenveen seine Forderung extrem zurückschraubt. Ansonsten spielt Eichin auf Zeit – und hat dabei auch eine interne Lösung im Blick: „Das wäre natürlich am günstigsten.“ · kni

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