Andreas Wolf wackelt, aber der Österreicher will sich nicht ins Team quatschen

Fair geht vor bei Sebastian Prödl

Sebastian Prö dl wartet auf seine Rückkehr in die Stammelf: „Ich hoffe, dass es bald soweit ist.“ ·

Bremen - Naldos Glück ist Sebastian Prödls Pech. Seit der Brasilianer bei Werder Bremen wieder zur Startelf gehört, sitzt der Österreicher auf der Ersatzbank. Die vergangenen zwei Spiele hat er dort verbracht, während an Naldos Seite Andreas Wolf verteidigte.

Doch weil der sich gegen den FC Augsburg schwere Patzer geleistet hatte, könnte es am Samstag gegen Mainz 05 zum Rollentausch kommen. Wolf raus, Prödl rein?

Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Sebastian Prödl auf diesen Wechsel spekuliert. „Jeder will immer spielen“, sagt er und versteckt seine aktuellen Ambitionen hinter dem generellen Ziel, Stammspieler zu sein. „Dafür werde ich kämpfen. Und ich hoffe, dass es bald soweit ist“, sagt der 24-Jährige. Vergleichende Werbung mit Wolf vermeidet er dabei, das gehört für ihn zum Ehrenkodex. „Niemals, so der österreichische Nationalspieler, „werde ich mich öffentlich negativ über einen Teamkollegen äußern. Alles soll immer fair ablaufen.“

Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Und eigentlich will er auch gar nicht über die Fehler eines anderen ins Team gelangen, sondern über die eigene Leistung: „Ich muss immer angreifen und auf die Chance warten.“ Ob die am Wochenende kommt, entscheidet Trainer Thomas Schaaf. Vertraut er weiter auf Wolf oder gibt er Prödl den Vorzug?

Nach dem Weggang von Per Mertesacker hatten die beiden gemeinsam die Innenverteidigung gebildet. Als Naldo vom Coach grünes Licht für die Startelf bekam, fiel Prödl durchs Raster. Möglicherweise nur, weil er in den Tagen zuvor Länderspiele bestreiten musste, während sich Wolf und Naldo im Training abstimmten. „Vielleicht war das der Grund, vielleicht gab‘s einen anderen“, meint Prödl, der die Versetzung auf die Bank klaglos akzeptierte. „So ist das im Konkurrenzkampf. Mir war bewusst, dass es ihn bei uns gibt und weiter geben wird. Dem muss ich mich stellen.“ Hat er getan, wird er weiter so machen – aber belohnt werden möchte Sebastian Prödl auch dafür. Sonst dürfte es irgendwann schwer werden, jene Haltung zu bewahren, mit der er der aktuellen Rückstufung begegnet.: „Ich darf mein Selbstvertrauen nicht verlieren und muss dranbleiben.“ · csa

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