Ehemalige Werder-Profis im Ausland zwischen Freude und Frust / Titel in Spanien und Österreich, Abstiege in England und Italien

Fabel-Rekorde, gedämpfter Meister-Jubel und heftige Nackenschläge

Europas Vorlagenkönig Mesut Özil (l.) legte mit Real Madrid eine Super-Saison hin.

Bremen - Werders Pflichtspiel-Saison ist längst beendet. In einigen anderen europäischen Ligen wurde am Wochenende noch gespielt. Einige Ex-Bremer hatten Grund zum Jubeln, andere schoben Frust – und einer musste den zweiten schweren Nackenschlag verkraften. Eine Übersicht:

Mesut Özil (Real Madrid): Der deutsche Nationalspieler erlebte beim spanischen Rekordmeister eine Saison der Superlative, die der 23-Jährige mit einer Gala-Vorstellung und einem Doppelpack beim 4:1 gegen Mallorca fulminant abschloss. Die Bestmarken des neuen Titelträgers der spanischen Primera Division: 32 Siege in 38 Spielen, sagenhafte 121 Tore – und die 100 Punkte sind europäischer Rekord! „Real Madrid hat schon so unendlich viele Titel gewonnen. Aber diese Mannschaft, diese Spieler – sie werden auf ewig mit der 100-Punkte-Saison in Verbindung gebracht werden“, schwärmte Trainer Jose Mourinho. Özil glänzte in seinem zweiten Jahr bei den „Königlichen“ als bester Vorlagengeber. Mit 16 Assists ist er gemeinsam mit Weltfußballer Lionel Messi (FC Barcelona) der beste Vorbereiter Europas.

Per Mertesacker (Arsenal London): Während die „Gunners“ am letzten Spieltag durch ein 3:2 bei West Bromwich Platz drei sicherten, weilte der lange verletzte Innenverteidiger längst bei der deutschen Nationalmannschaft im Trainingslager auf Sardinien. „Per ist unglaublich heiß. Er hat sich die EM in den Kopf gebrannt“, sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Und der Einsatz lohnt sich: Nach seiner Sprunggelenks-OP im Februar spürt Mertesacker „absolut nichts mehr. Ich kann den Fuß uneingeschränkt belasten, bis an die Grenze gehen und voll durchziehen“, sagte der 27-Jährige.

Miroslav Klose (Lazio Rom): Der 33-Jährige, der zwölf Saisontore schaffte, fehlte im letzten Spiel gegen Inter (3:1) verletzt. Lazio verpasste knapp die „Königsklasse“, spielt aber als Vierter in der Europa League.

Diego (Atletico Madrid): Mit einem 1:0 bei Villarreal holte sich Atletico Platz fünf in Spanien – das ist in Ordnung. Stark war der Triumph in der Europa League (3:0 gegen Bilbao), an dem der 27-jährige Brasilianer mit einem Treffer beteiligt war. In der Liga brachte es Diego „nur“ auf drei Tore und fünf Vorlagen.

Petri Pasanen (RB Salzburg): Dank des 5:1-Siegs beim SC Wiener Neustadt sicherten sich die Salzburger am vorletzten Spieltag die österreichische Meisterschaft – aber ohne den 31-jährigen Finnen, der an einem Muskelfaserriss laboriert. Die Titel-Freude bei Pasanen dürfte ohnehin gedämpft sein: Laut österreichischen Medien wollen die „Bullen“ ihre Option auf Verlängerung des Einjahres-Vertrags nicht ziehen. Pasanen muss sich einen neuen Club suchen.

Für Alexander Walke (28) gilt das nicht. Der frühere Bremer Keeper ist seit November 2011 die umjubelte Nummer eins, hat bereits bis 2015 verlängert.

Hugo Almeida (Besiktas Istanbul): Die Ausbeute des 27-Jährigen ist nicht schlecht, in der türkischen Süper Lig traf er elf Mal. Zum ganz großen Wurf reichte es jedoch nicht. Nach dem 1:1 gegen Trabzonspor beendete Besiktas die finale Vierer-Meisterrunde auf Platz drei und steigt nun in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League ein. Vorher steht Almeida aber vor einer anderen Herausforderung: Gestern Abend wurde er in Portugals EM-Kader berufen.

Ivan Klasnic (Bolton Wanderers): Was für eine bittere Saison-Abschlusswoche für den Kroaten! Erst strich ihn Nationaltrainer Slaven Bilic aus dem EM-Kader, dann spielte der 32-jährige Stürmer mit seinem Team nur 2:2 bei Stoke City – und stieg aus der englischen Premier League ab. Für Klasnic, mit acht Treffern Boltons bester Schütze, war’s wohl das Abschiedsspiel. Sein Vertrag läuft aus.

Nelson Valdez (Rubin Kasan): Beim abschließenden 3:1 in der russischen Meisterrunde gegen ZSKA Moskau erzielte der Paraguayer (28) sein drittes Saisontor. Kasan wurde aber nur Sechster – und verpasste die internationalen Ränge.

Daniel Jensen (Novara Calcio): Seit Jahresbeginn ist der Däne in Italien – und mit dem Aufsteiger gleich abgestiegen. Dafür war das 1:2 beim AC Mailand nicht mehr ausschlaggebend. Der zwischendurch auch mal wieder verletzte 32-Jährige, der noch ein Jahr Vertrag in Novara hat, absolvierte sechs Spiele. · mr

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