Gesperrter Arnautovic schiebt Frust, macht den Kollegen aber Mut

„Es tut extrem weh“

Bremen - Dass er fehlt, ist kein gutes Omen: Denn ohne Marko Arnautovic kann Werder offenbar nicht gewinnen. Sucht man nach den letzten acht Partien, in denen der Österreicher nicht mitwirken konnte, findet man fünf Bremer Niederlagen und drei Unentschieden. Setzt sich diese Serie heute im Heimspiel gegen Borussia Dortmund fort, wäre der Start in die zweite Halbserie mindestens durchwachsen, bei der nächsten Pleite definitiv misslungen.

So wie im Hinspiel. Damals stand Arnautovic auf dem Platz, diesmal nicht. Ausgerechnet beim Versuch, den Meister und Pokalsieger in die Knie zu zwingen, muss er eine Gelbsperre abbrummen. „Sehr ärgerlich“ findet der Angreifer die Zwangspause: „Es tut extrem weh, so ein Spiel zu verpassen. Ich wäre sehr gerne dabei gewesen.“

Trainer Thomas Schaaf hätte den bulligen Außenstürmer auch sehr gern im Team – und das nicht nur wegen der negativen Ohne-Arnautovic-Bilanz. Schaaf weiß, dass „jeder Gegner einen Heidenrespekt vor ihm hat. Wenn Marko in die 1-gegen-1-Situationen geht, weiß jeder, was da auf ihn zukommt.“ Nämlich eine 1,92 Meter große, 83 Kilogramm schwere und mit etlichen Tätowierungen verzierte Lawine aus Kraft und Technik.

Füllkrug wegen Knieproblemennicht beim Training

Borussia Dortmund muss keine Angst haben, von ihr überrollt zu werden. Arnautovic ist schließlich zum Zuschauen verdammt. Untätig ist er deshalb aber nicht. Der 23-Jährige versucht sich im Vorfeld der Partie als Motivator für die Kollegen. „Ich denke, die Mannschaft kommt auch ohne mich zurecht“, sagt er und träumt schon mal, wie es wäre, als Double-Sieger-Besieger in die Rückrunde zu starten: „Wenn du so ein Spiel gewinnst, baust du viel Selbstvertrauen auf. Das wäre nach den Aufs und Abs der Hinrunde genau das richtige Signal.“ · csa

Werder-Pressekonferenz und Training am Donnerstag

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