Extra-Training mit Bremer Leichtathleten

Busch lässt nichts unversucht

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Marnon Busch ist momentan leicht angeschlagen, will aber möglichst schon morgen wieder mittrainieren.

Bremen - Das Motto von Marnon Busch ist ganz einfach. „Wenn man nicht zur ersten Garde gehört, muss man etwas machen – ein bisschen mehr tun als die anderen“, findet der 20-Jährige. Und er sagt das nicht nur, er handelt auch danach.

Seit zwei, drei Wochen arbeitet er zusätzlich zum normalen Training mit einem Leichtathleten aus dem Verein zusammen – meistens am freien Dientag für rund zwei Stunden. „Wir wollen meine körperlichen Defizite ausmerzen. Das hat viel mit Dehnen zu tun. Wir machen auch Übungen, um etwa die Rumpfmuskulatur zu stabiliseren. Nach dem ersten Mal hatte ich drei, vier Tage Muskelkater“, berichtet Busch.

Mit den Extraschichten will der gebürtiger Stader vor allem erreichen, dass er nicht mehr so verletzungsanfällig und bald wieder eine echte Alternative für Werder-Trainer Viktor Skripnik ist. Dessen Vorgänger Robin Dutt hatte Busch in der Hinrunde zum Bundesliga-Spieler gemacht. Sieben Mal wurde der bullige Rechtsverteidiger eingesetzt, drei Mal von Anfang an. Beim 1:2 in Wolfsburg gelang ihm sein erstes Tor bei den Profis. Busch war rechts hinten die Nummer eins – nicht Kapitän Clemens Fritz, nicht der tschechische Nationalspieler Theodor Gebre Selassie.

Doch dann ging es los mit den körperlichen Maleschen. Erst ein grippaler Infekt, dann ein Muskelfaserriss in der Wade, dann eine Hüftprellung. Von Ende Oktober bis Mitte Februar bestritt er kein Spiel mehr. Gebre Selassie übernahm wieder die Position des Rechtsverteidigers und spielte sich dort mit guten Leistungen fest. „Theos Saison ist sehr, sehr gut. Das muss man respektieren. Das tue ich, gönne ihm den Erfolg“, sagte Busch.

Er selbst arbeitete sich über die U23 wieder heran. Beim 2:0 im Test gegen den Kosovo feierte er dann am Freitag sein Comeback bei den Profis. Zwei Tage später stand er für die Regionalliga-Truppe in Goslar auf dem Platz – allerdings nur 30 Minuten.

„Ich will mich hier durchsetzen“

„Der Muskel im rechten Oberschenkel hat zugemacht. Es ist wohl eine leichte Zerrung“, meint Busch, der aber hofft, morgen zurückkehren zu können. „Der Trainer weiß, dass ich sehr ehrgeizig bin. Ich will ihm zeigen, dass ich wieder da bin“, betont Busch und fügt an: „Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg – den möchte ich weitergehen.“

Und zwar in Bremen, wo er einen Vertrag bis 2018 besitzt. Über eine Ausleihe im Sommer mache er sich keine Gedanken – obwohl er schon lange nicht mehr bei einem Pflichtspiel im Profikader auftauchte. „Werder ist mein Verein“, erklärt Busch: „Ich will mich hier durchsetzen.“

mr

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