An der Einstellung soll es nicht liegen

Die Experten der Extreme

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Philipp Bargfrede im Spiel bei Mainz 05 04 - jetzt gab es die Videoanalyse. 

Bremen - Die Videoanalyse gab es ausnahmsweise schon direkt am Morgen nach dem 0:3-Desaster von Mainz – und kurz darauf stand für Philipp Bargfrede fest: „Das Spiel habe ich für mich abgehakt. Alles andere bringt doch auch nichts. Wir müssen nach vorne gucken und es gegen Hoffenheim wieder besser machen.“

Auch Trainer Robin Dutt ist nach „deutlichen Worten an die Mannschaft“ längst wieder zur Tagesordnung übergegangen. „Wir arbeiten weiter an den Basics“, betont der 49-Jährige ganz ruhig. Schließlich sei die Situation alles andere als neu. „Wir kennen diese Extremsituationen – und wir können mit ihnen gut umgehen, weil wir darauf vorbereitet waren“, sagt Dutt. Dieses Auf und Ab sei schließlich zu erwarten gewesen, wenn als Saisonziel 40 Punkte ausgegeben werden müssen. „Das haben wir nicht ohne Grund gemacht, das war nach der vergangenen Saison unsere realistische Einschätzung“, meint Dutt.

Im Vorjahr hatte Werder 34 Punkte geholt. Der Klassenerhalt stand zwei Spieltage vor Schluss fest. Nun sind 33 Zähler auf dem Bremer Konto. 40 bleiben das Ziel und sind auch „machbar“, findet Dutt: „Aber das ist schon eine Herausforderung.“ Die Gegner heißen schließlich Hoffenheim, Bayern, Hertha und Leverkusen. Und in der Verfassung von Mainz dürfte es keine Punkte mehr geben.

Doch darüber kann Dutt nur schmunzeln. Die Schwarz-Weiß-Malerei gefällt ihm nicht, er bevorzugt Grautöne. Will heißen: Gute Leistungen wie gegen Hannover und Schalke werden nicht überbewertet („Danach habe ich keine Salti geschlagen“), schlechte Auftritte wie in Mainz aber auch nicht („Ich bin doch Realist“). In einer Übergangssaison seien die Ausschläge der Leistungen nun einmal extrem. Aber das habe nur selten etwas mit der Einstellung zu tun.

Es sei schon merkwürdig, dass bei den Berichten über die neun Bundesliga-Spiele eines Spieltages bei mindestens 80 Prozent der Verlierer immer eine mangelhafte Einstellung als Ursache ausgemacht würde: „Es ist mir zu oberflächlich, zu sagen, die hatten keinen Bock.“ Es müsse einfach auch mal akzeptiert werden, dass ein Gegner besser war. Und seine Aufgabe sei es dann, der Mannschaft die Gründe dafür aufzuzeigen, um sie auch dadurch besser zu machen. Für das nächste Spiel. In diesem Fall Hoffenheim. · kni

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