Ex-Werder-Keeper Burdenski lobt Wiedwald / Bei Eichin „alles entschieden“

„Felix ist frech, unbequem und kein Duckmäuser“

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Wenn Felix Wiedwald fliegtt.

Bremen - Wenn Dieter Burdenski auf Werders neuen Keeper Felix Wiedwald angesprochen wird, dann gerät der 65-Jährige ins Schwärmen. „Felix hat eine tolle Körpersprache und die Schultern nie unten. Das liebe ich an einem Torwart“, sagt der ehemalige Bremer Keeper und Torwarttrainer. Er hat Wiedwald noch als Nachwuchsspieler in Bremen kennengelernt und es nicht verstanden, dass das große Talent 2011 weggeschickt wurde. „Das war ein großer Fehler, das habe ich damals auch gesagt, aber das wollte keiner hören“, erinnert sich Burdenski.

Nun ist Wiedwald zurück – und sieht fast genauso jung und freundlich aus wie damals. Doch Burdenski warnt davor, den 25-Jährigen zu unterschätzen: „Felix ist frech, unbequem und kein Duckmäuser. Er sagt seine Meinung und schießt dabei auch mal übers Ziel hinaus. Aber das ist kein Problem.“

Während Trainer Viktor Skripnik offiziell noch von einem offenen Zweikampf ums Werder-Tor zwischen Wiedwald und Raphael Wolf spricht, hat sich Burdenski längst entschieden. „Felix ist der beste Torwart, den wir haben.“ Das sind natürlich keine schönen Worte für Wolf, der in der Rückrunde seinen Stammplatz an Koen Casteels (inzwischen Wolfsburg) verloren hat. Doch Burdenski mildert ab. „Raphael hat nicht so schlecht gehalten. Ich denke, dass wir mit Felix und Raphael im Tor gut aufgestellt sind.“

Gilt das auch für den restlichen Kader? „Das kann man noch nicht richtig beurteilen“, findet Burdenski. Zumal er damit rechnet, dass in den nächsten Wochen personell noch etwas passiert. Dazu könnte auch Franco Di Santo gehören. „Wenn ein gutes Angebot kommt, dann wird er gehen. Wenn nicht, dann bleibt er. Werder denkt genauso“, glaubt der Ex-Profi.

Da kommt Thomas Eichin ins Spiel. Der Sportchef müsste möglicherweise rasch Ersatz für Di Santo beschaffen. Dabei ist seine eigene Zukunft noch ungeklärt – zumindest offiziell. Eine Verlängerung des Ende Juni 2016 auslaufenden Vertrags lässt auf sich warten. Zögert da etwa der Aufsichtsrat? Burdenski glaubt das nicht, sondern behauptet: „Da ist doch schon alles entschieden. Das ist nur noch Formsache.“

Bleibt noch die Frage nach Werders Zukunft. Unter Skripnik ging es vom Tabellenende fast bis nach Europa. „Es kann jetzt aber nicht als Ziel ausgegeben werden, unter die ersten Sechs zu kommen, so weit ist die Mannschaft nicht“, fordert Burdenski eine realistische Einschätzung: „Keine Abstiegssorgen zu haben, das wäre der nächste Schritt. Und da habe ich ein gutes Gefühl.“

kni

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