Ex-Bremer ist traurig, dass er Freiburg heute nicht helfen kann / „Werder gerät nicht mehr in den Abstiegsstrudel“

Petersen warnt vor Trickser Streich

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Nils Petersen blickt nur in die nahe Zukunft und redet nicht darüber, was nach seiner Ausleihe wird.

Freiburg - Er wäre eigentlich der perfekte Informant. Schließlich hat Nils Petersen vor wenigen Wochen noch für den heutigen Gegner gespielt. Doch Freiburgs Coach Christian Streich verzichtete darauf, den Ex-Bremer auszuquetschen – und Petersen wundert das überhaupt nicht: „Wie ich unser Trainerteam kenne, haben sie in den letzten drei Tagen 72 Stunden nur Werder-TV geguckt.“ Ganz so viel wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein, doch Petersen warnt seine ehemaligen Kollegen trotzdem: „Das sind ganz akribische Arbeiter. Die suchen immer nach Tricks, mit denen wir den Gegner gerade bei Standards überraschen können.“

Mehr verrät Petersen natürlich nicht. Allerdings weiß er gerade auch nicht viel mehr. Denn noch trainiert der 26-Jährige individuell. Nach seinem Teilriss des Außenbandes im rechten Knie Anfang Februar hatte der Stürmer davon geträumt, gegen Werder wieder dabei zu sein. „Die Zeit hat leider nicht gereicht“, sagt Petersen und gesteht: „Ich bin total enttäuscht, denn gegen den Ex-Club macht es immer ganz besonders viel Spaß.“

Und er hätte den Werder-Verantwortlichen zeigen können, dass es ein Fehler war, ihn im Winter auszuleihen. Doch da winkt Petersen ab. „Ich muss da niemandem etwas beweisen, ich bin da auch niemandem böse.“ Es sei ihm allerdings sehr schwer gefallen, Bremen zu verlassen. „Ich habe mich total wohl gefühlt.“ Doch das reiche natürlich nicht. „Ich will ein Bundesliga-Spieler sein, in Bremen hätte ich mich nur noch ausruhen können.“ Denn Viktor Skripnik setzte ebensowenig wie sein Vorgänger Robin Dutt auf den Mittelstürmer und ließ ihn ziehen. Dabei bevorzugt der Ukrainer eine offensivere Spielweise mit zwei Spitzen – und Petersen hat festgestellt: „Eigentlich ist das mein Spiel. Jetzt, wo ich nicht mehr da bin, kommen wieder die Flanken in den Strafraum.“

Petersen macht einen Haken dahinter. Er hat seinen Wechsel zum SC Freiburg nicht bereut. „Es ist ein toller Verein und eine super Truppe. Wieder gebraucht zu werden, das ist schon ein schönes Gefühl.“ Drei Bundesliga-Spiele hat er für die Breisgauer bestritten und drei Tore erzielt – allerdings alle auf einen Schlag gegen Frankfurt (4:1). Das hat ihn zum Hoffnungsträger im Abstiegskampf gemacht. Der Druck ist zwar groß, aber absolut erträglich, sagt Petersen: „Die ganze Stadt steht hinter uns und kämpft für den Klassenerhalt.“ Sicherlich auch heute, der Ex-Bremer rechnet jedenfalls mit einer „Wahnsinnsstimmung“ im kleinen Schwarzwaldstadion. Und mit einem 2:1-Sieg des Tabellenvorletzten. „Wir brauchen die Punkte einfach dringender“, findet Petersen und legt sich fest: „Werder gerät nicht mehr in den Abstiegsstrudel!“

Weniger klar äußert sich der 26-Jährige zum Thema eigene Zukunft. Bis Sommer ist er von Werder ausgeliehen, der SC Freiburg besitzt eine Kaufoption. „Es macht keinen Sinn, sich schon jetzt darüber Gedanken zu machen“, sagt Petersen: „Ich muss meine Leistung bringen und dafür sorgen, dass Freiburg in der Liga bleibt. Dann ergibt sich der Rest von selbst.“

kni

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