Ex-Bremer findet seine Rückkehr „seltsam“

Nur Tim pfeift Di Santo nicht aus

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Nur ein Werder-Fan fand Franco Di Santo am Samstag noch toll: Einlaufkind Tim Kruse vom TuS Syke.

Bremen - Die Werder-Fans pfiffen sich die Seele aus dem Hals, als Franco Di Santo den Platz betrat. Nur einer von ihnen machte da nicht mit: Tim Kruse. Der achtjährige Syker durfte im Werder-Dress an der Hand des Ex-Bremers und Neu-Schalkers einlaufen und war restlos begeistert: „Franco hat mich angelächelt.“

Auf dem Platz gab es für den Argentinier ansonsten kaum Grund zum Lachen. Bei jedem Ballkontakt wurde es unangenehm laut. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, gestand der 26-Jährige und bezeichnete die ganze Situation als „seltsam“. Schließlich sei er ja vor drei Wochen noch Werder-Spieler gewesen und nun eben Schalker. Aber genau diesen Blitzwechsel nach seinen dauerhaften Liebesbekundungen für Werder nimmt man ihm in Bremen so übel.

Trotzdem gab es vor dem Spiel eine Verabschiedung und ein Präsent (die übliche Foto-Collage). Sportchef Thomas Eichin drückte ihn auch noch kurz, aber alles wirkte doch sehr unterkühlt. Genauso war es nach dem Spiel zwischen Di Santo und Werder-Coach Viktor Skripnik. „Ich habe ihm gratuliert und alles Gute gewünscht“, erklärte Skripnik kurz und knapp.

Di Santo war da schon wieder gut gelaunt. Schließlich hatte er gewonnen und das Pfeifkonzert ohne Tinnitus überstanden. Ob er noch mehr Pfiffe erwartet hatte, wurde Di Santo gefragt. „Noch mehr?“, antwortete er: „Nein, nein – das war wirklich genug.“

kni

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