Clemens Fritz über Erfurts schönste Stellen, seine Stiftung für Bedürftige und eine mögliche Rückkehr in die Heimat

Der Ex-Balljunge als Star zurück im Steigerwald

Auch das ist Clemens Fritz: Der Bremer gründete vor knapp drei Jahren die „Clemens-Fritz-Stiftung“. Eines der Projekte: die Wohltätigkeits-Gala „Danke, Erfurt“

Bremen - Wenn Clemens Fritz über seine Heimatstadt spricht, sprudelt es förmlich aus ihm heraus. „Erfurt ist auf jeden Fall eine Reise wert“, schwärmt Werders Abwehrmann. „Vor allem die Altstadt und die Krämerbrücke muss man gesehen haben.“

Fritz selbst muss heute auf diese Anblicke verzichten – obwohl er gestern mit seiner Mannschaft dorthin zurückkehrte, wo er als Siebenjähriger bei Rot-Weiß Erfurt seine Karriere begann. Aber der straffe Terminplan lässt keinen Spielraum für Spaziergänge oder Sightseeing. „Wir sind eben beruflich da, stecken voll in der Vorbereitung – da bleibt leider keine Zeit für Familie und Freunde.“ Und so schläft der 30-Jährige erstmals in seinem Leben in einem Erfurter Hotel. „Das ist schon komisch“, gesteht er.

Doch umso mehr freut er sich auf den heutigen Test ab 19 Uhr bei Drittligist Erfurt unter den Augen seiner Lieben: Die Tickets für Verwandte und Kumpels hat er längst organisiert. „Das Steigerwaldstadion ist zwar etwas weitläufig, aber für mich was ganz Besonderes“, unterstreicht Fritz. „Dort stand ich schon als Balljunge.“ Er ist froh, dass „die Stadt jetzt endlich den Umbau in die Wege geleitet hat. Es war ein hartes Stück Arbeit.“

Training am Montag

Werder-Training am Montag

Fritz weiß also bestens, was „zu Hause“ läuft – obwohl es ihn schon vor zehn Jahren als Profi in den Westen zog. Über den Karlsruher SC (bis 2003) und Bayer Leverkusen kam er 2006 an die Weser. „Und jetzt hoffe ich, dass wir mit Werder das Stadion voll bekommen. Es wäre für uns, aber auch finanziell für Rot-Weiß Erfurt eine tolle Sache. Denn die Clubs im Osten sind ja nicht gerade auf Rosen gebettet.“ Auch andere können Hilfe bestens gebrauchen. Daher gründete der Nationalspieler 2008 die „Clemens-Fritz-Stiftung“. „Wir unterstützen gemeinnützige Projekte, bedürftige Menschen und Familien in Erfurt und der Region“, schildert der Initiator. Denn er will etwas zurückzahlen: „Erfurt hat mir viel mit auf den Weg gegeben. Ich konnte mich hier super entwickeln, hatte tolle Bedingungen. Gleichzeitig wollte ich was von dem Glück, das ich hatte, mit denen teilen, die dies nicht hatten.“

Glück allein reichte freilich nicht für Fritz' Weg zum Star. „Daran hatten natürlich auch meine Eltern und Trainer großen Anteil.“ Einen dieser sportlichen „Förderer und Forderer“ hätte er heute gern wiedergesehen: „Günther Bach hat mich in der C-Jugend und im Stützpunkt trainiert, seine Frau war meine Grundschullehrerin. Der Kontakt ist nie abgerissen, aber als unser Testspieltermin feststand, hatten sie ihren Urlaub schon gebucht.“

Doch das jüngste gemeinsame Grillen bei Bachs liegt erst ein paar Wochen zurück, und die nächste Heimkehr des prominenten Zöglings kommt bestimmt. Irgendwann vielleicht für immer? Mit einem Ende der aktiven Laufbahn im Erfurter Dress? „Na ja“, schmunzelt Fritz. „Es ist kein Geheimnis, dass ich heimatverbunden bin. Bis dahin dauert es aber noch, und die Zeit ist schnelllebig. Doch eine Option wäre das schon.“

Und falls nicht auf dem Platz, hätte Fritz auch gute Chancen mit einer Bewerbung als Touristik-Manager. Allen mitreisenden Fans wünschte er jedenfalls „viel Spaß in unserer schönen Altstadt“. 

ck

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