Werder verliert verdient mit 0:1 gegen Nijmegen

Erster Test – und gleich der erste Dämpfer

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Da war es passiert: Bei diesem strammen Schuss hatte Raphael Wolf gestern nichts zu halten. Es blieb beim 0:1. 

Jerez - Zu lethargisch begonnen, zu spät aufgewacht, zu Recht verloren. Und das in Bestbesetzung – mit derselben Startelf, die zuletzt noch gegen Bayer Leverkusen mit 1:0 triumphiert hatte.

Aber einen Stimmungsknick im Werder-Trainingslager befürchtet Trainer Robin Dutt nach der 0:1 (0:1)-Testspielniederlage gegen den NEC Nijmegen, das aktuelle Schlusslicht der niederländischen Ehrendivision, trotzdem nicht: „Das wirft uns in keinster Weise zurück“, behauptete er gestern kurz nach dem Abpfiff: „Bei so etwas darf man kein perfektes Spiel erwarten. Aber man gewinnt immer Erkenntnisse.“

Die gaben unter den knapp 70 Fans allerdings Anlass zur Sorge: Nur eine Hand voll Chancen hatten die Bremer auf dem Trainingsgelände gegen den Gast, seines Zeichens mit 49 Gegentoren Schießbude in Hollands Oberhaus. Auf der anderen Seite war es jedoch auch nicht viel gefährlicher. „Zwei Bälle habe ich aufs Tor bekommen“, zählte Schlussmann Raphael Wolf auf: „Einen habe ich gehalten, einer war drin. Das ist natürlich nicht so schön. Aber ich durfte ein bisschen mitspielen und noch ein paar Flanken abfangen.“

Wolf stand angesichts des Konkurrenzkampfs um die Nummer eins im Werder-Tor unter besonderer Beobachtung in diesem ersten und gleichzeitig vorletzten Test bis zum Rückrundenstart. In der nächsten Partie – am Donnerstag gegen Steaua Bukarest – steht dann Mitbewerber Sebastian Mielitz zwischen den Pfosten. Allerdings nicht, weil Wolf beim Gegentreffer durch Sören Rieks (19.) in den Winkel irgendetwas zu halten gehabt hätte, sondern weil Dutt schon vorher erklärt hatte, beiden Kontrahenten je ein Spiel geben zu wollen.

Nijmegens Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Denn nach vorn investierten die Bremer zu wenig. Erst nach 43 Minuten hatte Franco Di Santo die erste Bremer Chance (knapp vorbei). Es war die letzte Szene des Argentiniers, denn zur Pause wechselte Dutt ihn aus. Für ihn kam Luca Zander. Der erst 18-Jährige aus der U 23 nahm die Rechtsverteidiger-Position von Theodor Gebre Selassie ein, der nun eine Station weiter vorrückte. Und Zander brachte nach Elia (freistehend vorbei/71.) den dritten Torschuss der Partie zustande (73.). In dieser Phase agierten die Grün-Weißen ballsicherer und bissiger, aber der letzte Pass in die Spitze kam irgendwie nicht bei Nils Petersen an. Fünf Minuten vor Schluss aber doch, als er nach feiner Flanke von Martin Kobylanski NEC-Keeper Kalle Johnsson zur Parade zwang.

Bilder vom Spiel

Werder verliert Testspiel mit 0:1

„Schade, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, fand Wolf: „In der zweiten Halbzeit lief es deutlich besser.“ Ähnlich sah es Dutt: „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da hatten wir keine gute Passquote und einige Ballverluste“, monierte der 48-Jährige. Im zweiten Durchgang hatte er ein paar Einzelleistungen erkannt, „die okay waren“. · ck

Werder: Wolf - Gebre Selassie, Prödl, Caldirola, Garcia - Bargfrede (68. Kobylanski), Makiadi (75. Ignjovski), - Di Santo (46. Zander), Hunt (69. von Haacke), Elia (82. Aycicek) - Petersen.

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