Erst Unwetterwarnung, dann 7:0 im ersten Belek-Test gegen Demirspor

Werder serviert sieben Stück zum Warmwerden

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Lockerer Sieg für Werder Bremen im ersten Testspiel in Belek.

Belek - Raus aus dem Flugzeug, rein ins Hotel – und dann rauf auf den Platz. Werder Bremen ist am Donnerstag ziemlich flott in sein zehntägiges Wintertrainingslager im türkischen Belek gestartet. Kurz nach der Ankunft im „Regnum“, wo die Bremer wie im Vorjahr abgestiegen sind, warfen sie sich schon in ihre Fußballkluft und absolvierten auf dem Platz des Hotels das erste von fünf Testspielen.

Gegen den türkischen Zweitligisten Adana Demirspor gab es letztlich ein 7:0 (3:0). Die Partie hatte wegen einer Unwetterwarnung im 14 Grad warmen Belek lange auf der Kippe gestanden, konnte dann aber wie geplant durchgezogen werden.

Am Mittag hatte das noch anders ausgesehen. Nordrivale Hamburger SV, der bereits an der türkischen Riviera weilte, hatte gerade wegen sintflutartiger Regenfälle sein Vormittagstraining abgebrochen. Und am Flughafen in Bremen zeigte Werder-Trainer Viktor Skripnik kurz vor dem Abflug eine SMS, die ihm der schon vorgeflogene Teamkoordinator Tim Barten geschickt hatte. Der Inhalt: „Es ist für heute Abend ein starkes Gewitter angekündigt. Wir sollten einen Notfallplan haben.“ Die Hoffnung von Kapitän Clemens Fritz, „bessere Bedingungen als im Vorjahr“ zu haben, als es erst sehr kalt und dann sehr nass war, schien sich nicht zu bestätigen. Sportchef Thomas Eichin nahm die drohende Absage ganz locker auf: „Einige Dinge wie das Wetter lassen sich leider nicht organisieren – und es lohnt sich auch nicht, sich darüber aufzuregen. Es ist eben, wie es ist.“

Als Werder nach dreieinhalbstündigem Flug mit leichten Turbulenzen in Antalya landete, war noch immer nicht klar, ob gespielt wird. Dunkle Wolken, starker Wind und ein paar Blitze empfingen den großen Bremer Tross (insgesamt 78 Personen, darunter 49 Spieler aus Profimannschaft und U23) – es sah nicht sonderlich gut aus. Doch das Unwetter brach dann eben doch nicht über Belek herein – und Werder konnte unter den Augen der kompletten Geschäftsführung mit Klaus Filbry, Hubertus Hess-Grunewald und Eichin testen.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Werder war gegen einen harmlosen Gegner klar überlegen und ging durch Maximilian Eggesteins Abstauber (nach Fritz-Schuss) in Führung (27.). Anthony Ujah erhöhte nach einer Ecke von Santiago Garcia per Kopf auf 2:0 (30.), Fritz besorgte mit links das 3:0 (39.)

In der Halbzeit wechselte Skripnik dann komplett durch – und es ging genauso gut weiter. Felix Kroos (50.), Melvyn Lorenzen (63.), Levin Öztunali (69.) und Fin Bartels (85.) erhöhten auf 7:0. „Wir haben gewonnen – und jeder hat gesehen, dass wir mit Begeisterung gespielt haben. Das freut uns“, meinte Skripnik, dessen Team den erheblichen Temperaturunterschied zwischen Bremen (minus fünf Grad) und Belek (14 Grad) gut weggesteckt hatte. Der Bremer Trainer bremste jedoch auch: „7:0 sieht natürlich gut aus, aber es war ein Gegner aus der zweiten türkischen Liga. Da muss man gewinnen. Das haben wir getan.“

Heute geht es mit den ersten Trainingseinheiten weiter – bei wahrscheinlich deutlich besserem Wetter. Für Belek sind 18 Grad, blauer Himmel und Sonnenschein vorhergesagt.

Werder (1. Hz.): Wiedwald - Guwara, Galvez, Vestergaard, S. Garcia, Bargfrede (32. Fröde), Fritz, Grillitsch, Eggestein, Ujah, Pizarro.

Werder (2. Hz.): Zetterer - Gebre Selassie, Lukimya (76. Fröde), Hüsing, Sternberg, Kroos, Öztunali, U. Garcia, Papunashvili, Bartels, Lorenzen.

mr

Werder Bremen - Adana Demirspor

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