Beide Tore beim mühsamen 2:1-Sieg gegen Al Ain / Sorge um sein Sprunggelenk

Erst trifft Pizarro, dann trifft‘s Pizarro

Ein Sieg, ein Schreck, ein Mitternachts-snack: Werder Bremen bekam gestern im ersten Testspiel des Jahres beim Al Ain Club einiges geboten. Zwar siegten die herrschaftlich empfangenen Gäste aus Deutschland mit 2:1 (2:0), sorgten sich anschließend aber um ihren Torjäger Claudio Pizarro. Nachdem er beide Bremer Tore erzielt hatte (41./44.) bekam der Peruaner in der 53. Minute einen Schlag genau auf jene Stelle des rechten Sprunggelenks, die ihm im Herbst schon große Probleme bereitet und zu einer siebenwöchigen Pause gezwungen hatte.

Hat’s ihn jetzt wieder erwischt? „Das wäre der Alptraum“, stöhnte Werder-Chef Klaus Allofs: „Verletzte in der Vorbereitung wünscht sich niemand.“ Schon gar nicht, wenn’s Pizarro ist. Seine Bedeutung stellte er auch gestern unter Beweis, als er gegen enorm motivierte Araber zweimal eiskalt zuschlug. Zuerst nach einer Flanke von Daniel Jensen, dann überlegt mit einem platzierten Schuss von der Strafraumkante – beides mit links. Aber dann wurde er durch einen harmlos wirkenden Kontakt der rechte Fuß lahmgelegt. Pizarro humpelte auf die Bank.

Wenig später lachte er zwar schon wieder und versuchte, Entwarnung zu geben: „Ich glaube, es ist nicht so schlimm.“ Aber das hatte er im Herbst auch gesagt – am nächsten Morgen war der Knöchel dann dick. „Wir hoffen wirklich, dass es diesmal nicht die Ausmaße hat“, sagte Trainer Thomas Schaaf, der – so lange Pizarro auf dem Platz stand – mit der Leistung der Mannschaft zufrieden sein konnte. Werder hatte den giftigen Gegner recht gut im Griff. Schaaf: „Da waren gute Dinge dabei, schöne Kombinationen.“

Aber in der zweiten Halbzeit lief gar nichts mehr. Gründe? Schaaf sah gleich drei: „Erstens: Die Mannschaft hat sich zu sicher gefühlt. Zweitens: Die Wechsel haben den Rhythmus genommen. Drittens: Wir sind erst zwei Tage im Training, da hat die Kraft gefehlt.“

Al Ain nutzte das und bot den 2 000 Zuschauern im Khalifa Bin Zayed-Stadion eine ansehnliche Partie. Besonders der Brasilianer Emirson stellte die Werder-Abwehr – speziell Linksverteidiger Petri Pasanen – vor große Probleme. Mit einem Pass durch die Viererkette bereitete Emirson auch den Anschlusstreffer durch Abd Al Aziz Fayez (60.) vor. Kurz vor Schluss traf der kleine Brasilianer mit einem Distanzschuss noch die Latte. Glück gehabt, Werder!

Und was wäre den Bremern alles entgangen, wenn sie nicht gewonnen hätten! Nach Abpfiff gab’s eine Siegerehrung mit Medaillen und Goldpokal, den Kapitän Torsten Frings kaum in die Höhe bekam. Und bei der Abfahrt mussten alle noch mal raus aus dem Bus. Zu Ehren der Bremer tanzten die Einheimischen in ihren Gewändern, den Hintergrund bildeten alle Pokale, die der Al Ain Club je gewonnen hat. Und Sessel waren aufgebaut, in denen Schaaf und Allofs noch Platz nehmen mussten – auch wenn die Uhr schon fast Mitternacht zeigte. Die Spieler nutzten die Gelegenheit und plünderten das bescheidene Buffet. Denn bei allem Aufwand war an Verpflegung für die Hauptdarsteller nicht gedacht worden.

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