Erst die Stars geben Gas

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Markus Rosenberg ließ es gestern krachen: Innerhalb von 19 Minuten traf er viermal.

Werder-Bremen - DONAUESCHINGEN · Was lange Zeit wie ein Testspiel der Marke „Langweilig bis peinlich“ aussah, wurde noch zu einem echten Fußball-Fest mit höchstem Unterhaltungswert: Werder Bremen fertigte gestern Abend zum Auftakt des dritten Trainingslagers in dieser Saison Gastgeber FV Donaueschingen mit 11:1 ab.

Lange Zeit hatte es nur 3:1 gestanden, doch dann brachte Coach Thomas Schaaf seine Stars, und die langten gegen den Verbandsligisten innerhalb von nur 33 Minuten acht Mal zu.

„Die erste Halbzeit war nicht so gut. Da haben wir viel zu behäbig gespielt und uns zu sehr auf Zweikämpfe eingelassen“, kritisierte Schaaf die Nachwuchskräfte, die sich gegen den Sechstligisten eigentlich beweisen sollten. Doch das gelang eigentlich nur Aleksandar Stevanovic, der als Sechser stark aufspielte, sowie Rechtsverteidiger Kevin Schindler. Eine ordentliche Note verdiente sich auch Marko Arnautovic, neben Sandro Wagner der einzige Star in der Startelf.

Werder Bremen - FV Donaueschingen

Werder Bremen - FV Donaueschingen

Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe der Favorit endlich in Führung ging: Ar-nautovic bediente Predrag Stevanovic, der sehenswert per Flugkopfball vollstreckte. Treffer Nummer zwei besorgte Arnautovic dann selbst per Kopf (33.). Der ansonsten schwache Wagner erhöhte auf 3:0 (36.).

Nach vorne lief‘s jetzt etwas besser, dafür wackelte die Abwehr. Die Innenverteidiger Clemens Schoppenhauer und Leon Balogun zeigten, warum Trainer Thomas Schaaf mit ihnen nicht als Stammkräfte in die Saison gehen will. So sah das Duo beim Durchbruch von Sprinter Nico Benz ganz alt aus – genauso wie Keeper Sebastian Mielitz, der sich beim 1:3 zu leicht verladen ließ (40.).

Die 1300 Zuschauer waren begeistert – und sie sollten sich noch mehr freuen: In der 57. Minute gab’s in einem Mega-Wechsel Stars satt. Und die ließen es richtig krachen, allen voran Markus Rosenberg, der vier Mal (61., 73., 77., 80.) traf. Marko Marin (74.), Balogun (76.), Lennart Thy (81.) und Aaron Hunt (87.) schraubten das Ergebnis in die Höhe und sorgten für einen standesgemäßen Sieg sowie einen gelungenen Auftakt der sieben Tage in Donaueschingen.

Werder: Mielitz (46. Vander) - Schindler (57. Fritz), Schoppenhauer (57. Wolf), Balogun, Mlynikowski (57. Schmitz) - A. Stevanovic (57. Bargfrede), Kroos (57. Wesley), P. Stevanovic (57. Hunt), Trinks (57. Marin) - Arnautovic (57. Thy), Wagner (57. Rosenberg). · kni

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