Das 2:1 in Freiburg macht es möglich: Werder morgen mit Genuss statt Druck

Erst der „dreckige Sieg“, jetzt die Blitzblank-Bayern

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Gerade noch in Freiburg, morgen gegen die Bayern – und da wollen Werders Kevin de Bruyne (links) und Aaron Hunt wieder etwas zu feiern haben. ·

Bremen - Es geht Schlag auf Schlag. Gestern Mittag schlossen die Werder-Profis das Kapitel Freiburg und schlugen mit frischem Selbstvertrauen gleich ein neues, sehr spannendes auf. Nach dem 2:1-Auswärtssieg im Breisgau wartet morgen (15.30 Uhr) im Weserstadion schon die nächste Aufgabe – und die kann härter nicht sein. Es kommt der deutsche Rekordmeister FC Bayern München, der in der Bundesliga bislang alles in Grund und Boden gespielt hat.

Trotzdem: Die Bremer erstarren nicht in Ehrfurcht, sondern glauben – eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Freiburg-Spiel vorausgesetzt – an ihre Chance. „Die Bayern haben eine Super-Form. Aber jede Mannschaft ist zu schlagen, wenn man keine Angst hat. Das Stadion ist ausverkauft, es wird eine geile Stimmung herrschen. Da kann alles passieren, wir freuen uns richtig darauf“, betont Zlatko Junuzovic.

Dem Mittelfeldmann, seinen Teamkollegen und auch den Verantwortlichen ist deutlich anzumerken, was für eine Erlösung der erste Auswärtssieg seit Februar war. „Es wäre nicht auszudenken gewesen, unter welchem Druck wir gegen die Bayern mit einer Niederlage in Freiburg gestanden hätten“, meinte Aaron Hunt. „Wir wären unten reingerutscht“, weiß Junuzovic. Doch der Sturz in den Keller blieb den Bremern erspart, sie haben nun sieben Punkte und sind Siebter – und nicht mehr Elfter mit nur vier Zählern.

Dass sie in Freiburg viele Wünsche offenließen und längst nicht so sehenswert kombinierten wie in den ersten Bundesliga-Spielen, konnten sie diesmal bestens verschmerzen. Auch, dass der gesamte Auftritt in der ersten Halbzeit sehr schwach und der Erfolg gegen am Ende drückend überlegene Gastgeber letztlich ziemlich glücklich war. Die Mannschaft hatte sozusagen nur auf ihren Kapitän gehört. Ihm wäre es lieber, auch mal ein „Scheißspiel„ zu gewinnen, als für gute, aber punktlose Auftritte gelobt zu werden, hatte Clemens Fritz gesagt. „Ich denke, Freiburg war ein sehr dreckiges Scheißspiel“, schmunzelte Junuzovic, „aber solche Siege musst du eben auch holen, die sind Gold wert. Das schweißt dich auch als Team zusammen. Wir haben nicht gut gespielt, trotzdem gewonnen und deswegen wieder mehr Selbstvertrauen.“

Sportchef Klaus Allofs sieht dank des mühsamen Auswärtssiegs, den Joseph Akpala (48.) und Hunt (59.) nach dem 0:1 durch Jonathan Schmid (36.) perfekt machten, nun eine „ganz andere Ausgangsposition“ vor dem Nord-Süd-Schlager: „Jetzt können wir ein bisschen durchatmen und das Spiel genießen. Bayern ist haushoher Favorit, wir können da relativ locker rangehen – und werden das auch tun.“

So viele Fehler wie in Freiburg darf sich Werder morgen gegen die Blitzblank-Bayern (fünf Siege aus fünf Spielen, 17 Treffer) aber nicht erlauben, fordert Allofs: „So etwas wird von den Bayern gnadenlos bestraft.“ · mr

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