Arnautovic startet als „Joker“ endlich durch / Trainer Schaaf optimistisch

Erst draußen, dann Vollgas

Die Zuschauerrolle legte Marko Arnautovic in Genua im Spiel schnell ab.

Genua (flü) · Nein, überzeugend war er bei seinem Bundesliga-Debüt wahrlich nicht. Marko Arnautovic hatte nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim wie ein Fremdkörper im Werder-Spiel gewirkt – zu statisch, wenig Laufbereitschaft, schlechtes Zweikampfverhalten.

Kein gutes Zeugnis für einen Fußballer, der sich einen Stammplatz bei Werder Bremen erkämpfen will. Und obwohl Stürmer Hugo Almeida (Zerrung) verletzt ist, stand Arnautovic gestern Abend im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation bei Sampdoria Genua wieder nicht in der Startelf. Trotz des personellen Engpasses hatte sich Trainer Thomas Schaaf anders (für Sandro Wagner) entschieden und den 21-Jährigen 63 Minuten lang auf die Bank gesetzt. Ein klares Zeichen an Arnautovic: Du bist noch nicht soweit.

Die schwache Leistung in Hoffenheim war dabei nicht ausschlaggebend. „Wenn man in ein Team kommt, das nicht funktioniert, ist es schwer, Bäume auszureißen“, hatte Schaaf nach der 1:4-Pleite gesagt. Generell ruft der zweifelsfrei hoch talentierte Neuzugang noch längst nicht sein ganzes Potenzial ab „Es besteht noch Nachholbedarf. Wir wissen, dass Marko noch eine Menge lernen muss“, urteilte Werder-Boss Klaus Allofs über den 21-Jährigen: „Um sich in der Bundesliga durchzusetzen, müssen Disziplin und Zweikampfverhalten stimmen.“ Hier sieht Allofs noch Defizite beim Österreicher. Allerdings gibt der Bremer Sportchef auch Inter Mailand und dessen ehemaligem Trainer Jose Mourinho eine gewisse Mitschuld: „Marko hat im vergangenen Jahr in Mailand kaum gespielt. Mit ihn wurde nicht viel gearbeitet, man hat ihn quasi nur nebenherlaufen lassen.“ Nun müsse Arnautovic einiges aufholen.

Das aber, so Thomas Schaaf, werde sein Spieler schaffen. Und gestern abend vertraute er ihm nach gut einer Stunde – und wurde nicht enttäuscht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gab der Österreicher endlich richtig Gas. Okay, er handelte sich eine Gelbe Karte wegen Reklamierens ein, hielt sich danach aber mit solchen Flausen zurück. Beinahe wäre er sogar zum Helden geworden. Doch sein Kracher strich in der 90. Minute knapp übers Tor. Machte nichts, weil ja noch Markus Rosenberg traf.

Arnautovic’ gestriger Auftritt könnte ein Anfang gewesen sein. Und vielleicht sollten alle Skeptiker einfach Schaaf vertrauen, der sagt: „Marko ist noch kein fertiger Spieler und muss seine Form finden. Diese Zeit müssen wir ihm geben – und die werden wir ihm geben. Ich bin optimistisch, dass wir das wunderbar lösen werden. Ich habe schon einmal gesagt: Die Fans werden ihn noch lieben.“

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