Jetzt muss Dutt etwas verändern

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Robin Dutt (rechts) erklärt Verteidiger Aleksandar Ignjovski dessen Fehler gegen Freiburg. Foto: nph

Bremen - Vor der Pleite in Freiburg waren es ohne Not vollzogene Personal- und Positionswechsel, die das Bremer Gefüge durcheinanderbrachten. Vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg morgen ist Werder-Coach Robin Dutt dagegen zum Handeln gezwungen.

Für den nach der fünften Gelben Karte gesperrten Philipp Bargfrede muss Ersatz her. Die Kandidaten: Cedric Makiadi und Felix Kroos.

Möglicherweise bleibt es aber nicht bei dieser einen Veränderung. Im Grunde müsste Dutt beinahe das ganze Team auswechseln, treffen könnte es aber ausgerechnet Aleksandar Ignjovski. Sechsmal in Folge hatte der in der Startelf gestanden, fünfmal spielte er ordentlich bis gut. Nur in Freiburg ging nichts. Note 5,5 – „Iggy“ stand völlig neben sich.

Darauf reagierte Dutt gestern mit einem intensiven Gespräch auf dem Trainingsplatz. Gegen Ende der Einheit nahm der Coach den Rechtsverteidiger zur Seite, redete mehrere Minuten erklärend auf ihn ein. Kein gutes Zeichen für Ignjovski, der mit hinter dem Rücken verschränkten Armen zuhörte. Gut möglich, dass er morgen wieder für Clemens Fritz Platz machen muss. Der hatte zuletzt am 15. Spieltag gegen den FC Bayern von Anfang an gespielt. Seither kam nur ein Zehn-Minuten-Einsatz gegen Nürnberg hinzu.

Raus nach schwacher Leistung? Es könnte/müsste auch Makiadi treffen. Oder Di Santo. Oder Obraniak. Oder, oder, oder. In Freiburg hatte es Nils Petersen erwischt. Weil er persönlich beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart versagt hatte, weil Dutt zudem etwas ausprobieren wollte. Er verschob Aaron Hunt in die Spitze, rückte Ludovic Obraniak auf die Zehner-Position, reinstallierte Makiadi im linken Mittelfeld. Das Ergebnis: Die Mannschaft, schon gegen Stuttgart im Stottermodus, funktionierte nun gar nicht mehr. Dass das an Dutts Maßnahmen lag, empfand Werder-Sportchef Thomas Eichin jedoch als infamen Verdacht. „Das ist eine blöde Frage, die beantworte ich nicht“, knurrte der 47-Jährige.

Training ohne Prödl

Werder-Training ohne Prödl

Die Spieler luden die Verantwortung ebenfalls nicht beim Trainer ab, sondern auf den eigenen Schultern. Sie hätten nicht umgesetzt, was der Trainer verlangt hatte, meinte Hunt und kritisierte: „Es haben beim Pressing nicht alle mitgemacht. Dann behält der Gegner natürlich Räume.“

Er selbst habe sich als Sturmspitze (ohne Torschuss, aber mit der Torvorlage für Nils Petersen) wohlgefühlt, meinte der 27-Jährige. Dabei grinste er jedoch auf eine Art, dass man vermuten musste, er hätte gerade nicht ganz die Wahrheit gesagt. n csa

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