Werder gewinnt Test gegen Odense

Für Ernstfall gerüstet – 2:1

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Herrliches Wetter, sonnige Aussichten: Obwohl reihenweise Spieler fehlten, dominierte Werder Bremen gestern Abend im Testspiel in Horne auf der dänischen Insel Fünen gegen Erstligist Odense BK gut eine Stunde lang.

HORNE · von Björn Knips. Herrliches Wetter, sonnige Aussichten: Obwohl reihenweise Spieler fehlten, dominierte Werder Bremen gestern Abend im Testspiel in Horne auf der dänischen Insel Fünen gegen Erstligist Odense BK gut eine Stunde lang.

 Dass es trotz einiger guter Chancen am Ende nur einen 2:1 (1:0)-Sieg gab, ist aber sicher ein Ansatz für Kritik. „Leider haben wir es verpasst, noch mehr Tore zu machen“, urteilte Trainer Thomas Schaaf: „Da war aber ein gutes Tempo drin. Wir haben sehr engagiert gespielt.“ Somit scheint Werder für das DFB-Pokalspiel am Sonntag bei Drittligist Preußen Münster gerüstet.

Vor 2 088 Zuschauern im Egsfield Ground, eine Anlage, die der eines Bezirksligisten ähnelt, war Werder von Beginn an spielbestimmend. Schaaf hatte seine taktische Aufstellung nicht geändert. Der Coach vertraute seinem 4-1-4-1-System. Vor Philipp Bargfrede als einzigem „Sechser“ stellte Schaaf eine offensive Viererkette mit Nils Petersen auf der rechten und Eljero Elia auf der linken Seite. Zentral spielten Mehmet Ekici und Florian Trinks hinter der Solo-Spitze Danny Avdic. Der fast schon aussortierte Schwede bekam noch mal die Gelegenheit, sich zu zeigen. Doch man merkte ihm an, dass er kein Selbstvertrauen hat.

Die Bilder vom Testspiel

Werder Bremen gewinnt Testspiel gegen Odense BK mit 2:1

Auch ohne die Nationalspieler Sokratis, Affolter, Ignjovski, De Bruyne, Prödl und Junuzovic sowie die Juniorenauswahlspieler Hartherz, Trybull, Wurtz und Füllkrug war Werder gegen den dänischen Erstligisten besser, brauchte aber, um sich zwingende Chancen zu erarbeiten. So dauerte es bis zur 29. Minute, ehe die Bremer mit 1:0 in Führung gingen. Torschütze: ausgerechnet Philipp Bargfrede. Der defensive Mittelfeldspieler, dem in 74 Bundesligaspielen noch kein Tor für Werder gelang, hämmerte die Kugel nach Vorarbeit von Elia aus 20 Metern genau in den Winkel. „Endlich habe ich den Ball mal ordentlich getroffen“, jubelte der Torschütze: „Das gibt mir Selbstvertrauen.“ Und Schaaf lobte: „Ich habe ihm das schon oft gesagt: Er hat das drin.“ Was für Avdic derzeit nicht gilt. Der Stürmer vergab kurz darauf mit zwei Kopfbällen (34./39.) die Vorentscheidung.

Odense kam auf der anderen Seite kaum einmal gefährlich vor das Bremer Tor. Die Viererabwehrkette um den nach einem Pferdekuss wieder genesenen Clemens Fritz, der ein starkes Anfangstempo hinlegte, ließ nichts zu. Raphael Wolf, der Torwart Sebastian Mielitz vertrat, hatte einen ruhigen Abend.

Nach dem Wechsel zunächst das gleich Bild: Werder im Vorwärtsgang. Und diesmal dauerte es nur sieben Minuten bis zum Torjubel: Nach einer Kombination über Bargfrede und den eingewechselten Onel Hernandez, der ein mutiges Spiel machte, köpfte Trinks das 2:0 (52.). Petersen und Ekici ließen in einer nun allerdings immer zerfahreneren Partie kurz darauf das 3:0 aus. Die größten Chancen aber vergab Avdic freistehend (76./86.) und blieb damit erneut den Beweis schuldig, eine ernstzunehmende Alternative zu sein. Auf der anderen Seite nutzte Cedric N’Koun eine Bremer Nachlässigkeit zum Anschlusstreffer (84.).

Werder:Wolf (46. Strebinger) - Fritz (46. Busch), Lukimya, Kroos, Schmitz (46. Röcker) - Bargfrede, Trinks (60. Rehfeldt), Elia (46. Hernandez), Ekici - Petersen (60. Wegner), Avdic.

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