Werders Innenverteidiger Prödl soll seinen Kumpel Janko an die Kette legen

Erbitterte Gegner für 90 Minuten

Duell auf Augenhöhe: Sebastian Prödl (li.) und Marc Janko.

Werder-Bremen - Enschede (mr) · Na das ist mal ‘ne „Kante“! 1,96 m groß, 93 kg schwer – Marc Janko bringt geballte Power auf den Platz, ist die personifizierte Torgarantie.

In 106 Spielen für Red Bull Salzburg schoss der Stürmer 75 Tore, ehe er im Sommer für sieben Millionen Euro Ablöse zum FC Twente Enschede wechselte. Heute Abend soll Janko, österreichischer Nationalspieler, nun Werder das Fürchten lehren. Doch einer hat was dagegen: Sein „Ösi“-Landsmann Sebastian Prödl, seines Zeichens Innenverteidiger bei den Bremern. Für mindestens 90 Minuten ruht damit heute das gute Verhältnis unter den Kumpels. „Wenn das Match angepfiffen wird, gibt es keine Freundschaft mehr“, lautet Jankos klare Ansage: „Vielleicht wird’s hart zugehen, kein Problem. Wichtig ist, dass später wieder alles vergessen ist.“

Prödl beantwortet den Kampfschrei mit einem Augenzwinkern: „Er schießt gerne Tore, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt. Doch das will ich verhindern.“

Rückendeckung gibt’s vom Bremer Teamkollegen Marko Arnautovic: „Der Basti schafft das schon. Er kennt den Marc gut und weiß, was er zu tun hat.“

Prödl ist mit 1,94 m nur geringfügig kleiner als Janko – es wird also ein Duell auf Augenhöhe. „Marc ist ein Knipser“, zollt der 23-jährige Bremer seinem um vier Jahre älteren Gegner Respekt: „Er ist jemand, der eigentlich unauffällig spielt, im Strafraum aber extrem präsent ist und dort seinen Körper einsetzt. Er ist sehr effizient“, weiß der Werder-Profi.

Und Janko hat eine Menge Selbstvertrauen. „Ich hoffe, dass ich auf dem Platz zeige, was ich kann. Ich bin hier, um Tore zu schießen. Zuletzt lief es nicht so gut. Gegen Werder ist ein richtiger Zeitpunkt, um damit wieder anzufangen“, erklärt er vollmundig. Immerhin hat der Österreicher in Diensten von Twente den Respekt vor Werder nicht völlig abgelegt. „Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten“, meint Janko angesichts der Bremer Schwächephase, „aber sie haben immer noch eine hohe spielerische Qualität. Dennoch haben wir uns ein Mittel zurechtgelegt, wie wir sie schlagen können. Ich hoffe, es geht auf.“

Eine Wette, wer heute Abend nun den Zweikampf gewinnen wird, haben Janko und Prödl nicht laufen. „Es geht auch so schon um genug“, weiß Prödl, „die Tagesform wird entscheiden. Aber ich freue mich auf das Duell mit ihm.“ Telefoniert haben die beiden vor dem Spiel nicht. „Wir hatten aber Kontakt per SMS – und er hat mir geschrieben, dass er wieder fit ist“, berichtet Prödl. Janko hatte zuletzt muskuläre Probleme im Hüftbeuger.

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