Wie der Gladbacher Coach einst die Borussia wieder aufpäppelte, will es Robin Dutt auch mit Werder machen

Entwicklungshelfer Favre als Vorbild

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Robin Dutts Zorn kann nur der eigenen Vergesslichkeit gelten: Wo ist die Bettdecke?

Bremen - Vorgestern ist Robin Dutt in seine neue Wohnung gezogen. Adé, Parkhotel, „endlich in den eigenen vier Wänden“, freute sich der Werder-Trainer! Der Einzug lief gut, seine Frau war aus Stuttgart gekommen, um ihm zu helfen.

Alles lief gut. Aber dann: keine Bettdecken vorhanden. Also nichts wie ins Auto, auf den letzten Drücker ins Kaufhaus. Doch das war zu. Abgesperrt wegen einer Bombendrohung. Pech für Dutt und seine Frau Daniela. „Wir haben dann nur unter Bettlaken geschlafen. Und ich habe von echten Decken geträumt“, plaudert der 48-Jährige aus.

Vielleicht hätte er besser von einem Sieg bei Borussia Mönchengladbach träumen sollen. Denn das, was einem in der ersten Nacht im neuen Heim im Schlaf erscheint, soll ja in Erfüllung gehen. Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es zwar keine, aber man darf ja mal dran glauben.

Dutt glaubt aber, dass er kein Traum-Orakel braucht, um morgen im Borussia-Park drei Punkte einzufahren. Es geht auch so, mit der Macht der Defensive. „Hurra-Fußball“, sagt Dutt, „kann von uns auch in Gladbach nicht erwartet werden“. Dafür sei das von ihm neu zusammengestellte und organisierte Teamgefüge noch zu instabil. Dutt will es in seinem Langzeitplan im Grunde so machen wie sein Gladbacher Kollege Lucien Favre einst bei der Borussia: Volle Pulle defensiv – und dann Schritt für Schritt nach vorne pirschen. „Favre“, sagt Dutt, hat es uns damals vorgemacht.“

Der Schweizer hatte die Borussia im Februar 2011 als Schlusslicht übernommen, den Klassenerhalt geschafft und in der folgenden Saison fast in die Champions League geführt. „Die Ruhe, mit der sie sich entwickelt haben, können wir uns nur abschauen“, meint Dutt. Aktuell sei die Borussia „ein absoluter Kandidat für die internationalen Plätze. Und das haben sie Lucien Favre zu verdanken“, sagt der Werder-Coach, dessen Ziel es ist, dass Ähnliches bald über ihn und Werder gesagt wird.

Doch noch wird der Acker gepflügt, auf dem Träume wachsen sollen. Sprich: Grundlagenarbeit geleistet. Und das ist nunmal die Stabilisierung der Defensive. Dutt: „Natürlich hätte ich auf meiner Strichliste gerne mehr Offensivaktionen. Aber ich will nicht zulassen, dass wir dabei die Defensive vernachlässigen.“ · csa

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