Fanbeauftragter Zeiffer: „Die Fans wollten niemanden niederpfeifen“

Der Enttäuschung Luft gemacht

Petri Pasanen ist wieder gesund und könnte in Valencia zumindest eine Außenbahn-Baustelle schließen.

Bremen (flü) · In Bremen herrschte dicke Luft. Nach den Pfiffen der Fans vor allem gegen Aymen Abdennour, Sebastian Prödl und Mesut Özil hatte Werder-Sportchef Klaus Allofs die eigene Anhängerschaft kritisiert und zu mehr Fair-Play vor allem gegenüber den jungen Spielern aufgerufen.

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Dicke Luft in Bremen: Werder kritisiert seine Fans

Dass die Kritik des Werder-Bosses an den eigenen Fans nun das Verhältnis zwischen Club und Anhängerschaft zerrütten könnte, daran glaubt Dieter Zeiffer nicht. „Ich habe unsere Fans in den letzten drei Jahrzehnten als gutes und faires Publikum kennengelernt, das immer zu seinem Verein stand“, sagte Werders Fanbeauftragter gestern. Natürlich hätte sich auch Zeiffer gewünscht, dass „gerade die jungen Spieler nicht ausgepfiffen, sondern aufgebaut werden, doch Pfiffe sind in einem Fußballspiel doch ganz normal, wenn es nicht so läuft.“

Schließlich habe Werder wieder einmal zu Hause zurückgelegen. „Unsere Fans sind aus den letzten Jahren schon ein wenig verwöhnt. Und da war die Enttäuschung schon ein bisschen da“, erklärte Zeiffer: „Mir ist es aber lieber, dass mal gepfiffen wird, anstatt seinen Frust auf eine andere Art zu entladen.“

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Zeiffer geht fest davon aus, „dass die Fans die drei Spieler nicht niederpfeifen wollten. Sie waren mit der gesamten Situation unzufrieden.“ Und das ändere sich auch wieder schlagartig, wenn der Erfolg zurückkomme. „Dann sind sie wieder die Helden. Man muss doch nur an die Hinrunde denken, als Mesut Özil von den Fans auf einem goldenen Tablett getragen wurde“, sagte Zeiffer.

Allerdings stimmte da auch noch die Leistung des Mittelfeldjuwels. Zwar hat sich Özil mittlerweile etwas gesteigert, doch so stark wie vor der Winterpause ist er noch lange nicht.

Und dass es gegen Stuttgart Pfiffe gegen Abdennour und Prödl gab, ist sogar auf eine gewisse Art und Weise nachvollziehbar. Schließlich hatten beide auf den Außenpositionen der Viererkette eine schwache Leistung abgeliefert.

Die Außenbahnen bildeten zuletzt ohnehin die Achillesferse im Bremer Spiel, da in Sebastian Boenisch und Clemens Fritz die etatmäßigen Verteidiger fehlten und auch Ersatzmann Petri Pasanen krank war. Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League am Donnerstag (21.05 Uhr) beim FC Valencia scheint sich die Lage aber etwas zu entspannen. Pasanen („Alles okay“) meldete sich gestern wieder gesund, und Fritz will nach überstandenen Problemen im linken Oberschenkel heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, „wenn der Doc grünes Licht gibt“.

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